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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

Beiträge  zu  Aristoteles  Poetik.

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Überleitung  zu  dem  folgenden  neuen  Abschnitt  gelten  kann,  wird
die  Erörterung  dieses  ergeben.  Für  welche  Stelle  jene  von  hier
zu  entfernenden  Worte  (die  G.  Hermann  nicht  gut  hinter  1452  a  16
Ixzräßciaig  yivsrai  einschalten  wollte)  ursprünglich  bestimmt  waren,
darüber  kann  die  Untersuchung  erst  später  aufgenommen  werden.

ANMERKUNGEN.
1.  p.ü3oc—liyog.
(Zu  S.  266.)
Die  Bedeutung  des  p£>3oj  in  der  Poetik  ist  zwar  im  Allgemeinen  klar,
und  doch  ist  es  nicht  leicht,  die  verschiedenen  Nuancen  des  Gebrauchs  scharf
zu  sondern.  Ganz  ahzusehen  ist  für  die  Poetik  von  dem  (xö3o?  ,  der  die  Sage
im  Unterschied  von  X0705,  der  geschichtlichen  Wahrheit,  bezeichnet.  In  der
Poetik  ist  p03o?  zunächst  der  Stoff,  der  dem  epischen  oder  dramatischen  Dichter ­
  vorliegt,  es  sind  die  rrporypara,  deren  künstlerische  Verarbeitung  seinen
Vorwurf  abgibt,  gleichgiltig  ob  dieselben  von  der  Sage  oder  der  Geschichte
dargeboten  sind,  oder  aus  des  Dichters  eigener  Erfindung  stammen.  1451  b  24
tmv  itapadsdops’vwv  pü^cov,  kepl  ai  rpocywdtai  elfftv,  ävrE/ro-3'a  1.  1453  a  18
Tovg  zv/_6vrag  pü3ouj  amjpiSpouv.  b  22  rovg  7rap£tX>jppsvouf  pü3ous  Xveiv.
Hierher  möchte  ich  auch  die  verderbte  Stelle  1456  a8  rechnen,  für  die  ich
eine  sichere  Verbesserung  nicht  weiss,  doch  genügt  vielleicht  die  Einfügung
von  opcuav:  dixaiov  de  xai  rpa’jwdiav  aXXvjv  xai  rr;v  avr'ri')  Xv/si-j  ovdh  i<7Mj
(äpoiav)  rü)  pü3c«v  rovro  Si,  wv  77  avryj  nXox-r)  xai  Xuaig.  Wenigstens  scheint
der  Sinn  zu  sein:  'von  Rechtswegen  kann  man  eine  Tragödie,  die  einer  andern
im  Stoffe  vielleicht  gar  nicht  ähnlich  ist,  doch  als  die  nämliche  bezeichnen  ;  diess
ist  nämlich  der  Fall  (toüto  de  iv  ruvraig  sariv,  oiv  vj  avrvi  —)  bei  denen,  welche
dieselbe  Schürzung  und  Lösung,  d.  h.  dieselbe  Composition  haben.  —  Aber  pü3o;
bezeichnet  auch  die  vom  Dichter  bereits  vollzogene  Gestaltung  des  Stoffes,  er
ist,  wie  Aristoteles  1450  a  5  deflnirt,  die  aiivästjig  (crvaraaig)  rörv  ~pa7päru>v,
mit  welchem  Ausdruck  pöS'os  als  synonymer  Begriff  verbunden  wird.  1450  a  32
e'xovop  (rpa7<pöta)  pu^ov  xai  avaraaiv  jrpa7pärwv.  1454  a  14  Ttepi  rr t g  rwv
7rpa7p.ctrcov  avaraveuig  xal  xoiovg  nväg  siiai  der  robg  püSouj  (denn  ich  denke
nicht,  dass  hier  p.v3og  als  Stoff  im  Unterschied  von  der  Composition  gefasst
sein  soll).  Daher  denn  auch  aüaraaig  rwv  Kpa^paruv  allein  mit  püäog  identisch ­
  und  mit  demselben  abwechselnd  gebraucht  wird.  1450  a  15  p^tarov  de
Tovuiiv  (nämlich  von  den  sechs  Th  eilen,  ptäS’oc,  v^oc  u.  s.  w.)  v?  rwv  rrpa7päzojv
  auuramg,  worauf  a  22  mit  rä  irpdrypara  xai  6  pvBog  reXog  rrjg  zpa-ytpdiag
zurückgewiesen  wird;  1450  b  22  jrolav  riva  Sei  rijv  aiiaraaa  ehai  rthv  npa^-parorv,
  ineiSr)  rovro  xai  7rpörrov  xai  ps'71  arov  rijc  rpa^wdiag  iffriv.  1453  b  2
            
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