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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

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V  a  h  1  e  n

o’Jx  o’Ai'70t  nicht  verbunden  werden  können,  Hessen  sich  zwar  vielleicht ­
  zu  dg  fiotaio  ziehen,  der  Art,  dass  adrwv  =  rpayonJicöv  von  fidzcnv
  abhängig  gemacht  würde  und  cbg  v.nsTv  dem  allerdings  nicht  genau
zutreffenden  Ausdruck  dg  eWsaw  als  Einschränkung  und  Milderung
diente:  'diese  Theile  gebrauchen  manche  so  zu  sagen  wie  Arten  derselben ­
  (der  Tragödien).’  Allein  diese  Verbindung,  die  hei  übrigens
ganz  verschiedener  Deutung  schon  ein  alter  Erklärer  befolgte,  wird
hei  unbefangener  Erwägung,  nicht  bloss  wegen  der  Wortstellung,  den
Eindruck  des  Gezwungenen  machen.  Daher  hin  ich  geneigt,  zu  glauben, ­
  dass  die  Stelle  noch  an  einem  andern  Puncte  gelitten  hat:  denn
genau  betrachtet,  wird  zum  vollen  Ausdruck  des  bezeichneten  Gedankens ­
  noch  ein  Moment  vermisst.  Diese  Theile,  will  Aristoteles  sagen,
gebrauchen  manche  Dichter  einzeln  wie  Arten.  Schrieb  er  also  roOrotg
  pzv  oüv  oüx  öliyoi  (xaS’  exaurov)  aürdv  dg  zinsTv  x£%pr)vzai
dg  dösaiv,  so  wäre  der  Gedanke  nun  erst  abgeschlossen,  und  sowie
tbg  zinelv  im  Anschluss  an  xa.5'  £xa<jrov  dem  Sprachgebrauch  des
Aristoteles  entsprechend  seinen  Platz  gefunden  hätte,  so  fehlte  es
auch  für  das  von  xaS’  ixaarov  abhängige  adrwv  (d.  i.  pspüv)  wenigstens ­
  nicht  an  einer  Rechtfertigung.
Der  hinzugefügte  begründende  oder  erläuternde  Satz  xai  ydp
dfztg  z-^ei  rräv  xai  ’O^og  y.ai  pvSov  y.ai  pflog  xai  )j£cv  y.ai  oiavoiav
diaiirug  muss,  da  er  so,  wie  er  da  steht,  nicht  verständlich  ist,  seine
Deutung  und  Berichtigung  nach  Massgabe  des  vorangegangenen  linden. ­
  Denn  dass  Aristoteles,  wie  gemeinhin  angenommen  wird,  sage:
'jede  Tragödie  (näv)  hat  o-j/sig  u.  s.  w.’,  scheint  mir  aus  vielen  Gründen ­
  schon  an  sich  eine  unhaltbare  Deutung,  die  überdiess  zu  dem
aus  den  vorangegangenen  Worten  gewonnenen  Gedanken  schlecht
genug  passen  würde.  Ich  denke,  Aristoteles  schrieb:  y.ai  ydp  oipsig
syeiv  ~täv,  y.ai  r,$og  xai  pvd’ov,  xai  Ailgtv  y.ai  pslog,  y.ai  didvoiav
doaOrug  d.  h.  'denn  (nach  der  Meinung  jener  oüx  oliyoi,
welche  die  pipr,  einzeln  wie  Arten  gebrauchen)  habe  und  vermöge ­
  jedes  pipog  die  Srpig,  das  fiSog  wie  der  püSog,  die  Allgig
und  das  pflog,  und  nicht  minder  die  didvota,  Alles.  Bei  dieser
Fassung  des  Gedankens  wird  die  Anordnung  der  p£pr>,  die  bei
jeder  andern  Erklärung  auffällig  bleibt,  begreiflich:  mit  dem  für
das  Wesen  der  Tragödie  äusserlichsten  und  darum  unkünstlerischsten ­
  Theile,  der  oipig,  beginnt  die  Reihe,  und  ihr  schliessen
sich  paarweise  f,Srog  und  püSog,  Aifi?  und  pflog  an,  denen  zum
            
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