288
V a h 1 e n
o’Jx o’Ai'70t nicht verbunden werden können, Hessen sich zwar vielleicht
zu dg fiotaio ziehen, der Art, dass adrwv = rpayonJicöv von fidzcnv
abhängig gemacht würde und cbg v.nsTv dem allerdings nicht genau
zutreffenden Ausdruck dg eWsaw als Einschränkung und Milderung
diente: 'diese Theile gebrauchen manche so zu sagen wie Arten derselben
(der Tragödien).’ Allein diese Verbindung, die hei übrigens
ganz verschiedener Deutung schon ein alter Erklärer befolgte, wird
hei unbefangener Erwägung, nicht bloss wegen der Wortstellung, den
Eindruck des Gezwungenen machen. Daher hin ich geneigt, zu glauben,
dass die Stelle noch an einem andern Puncte gelitten hat: denn
genau betrachtet, wird zum vollen Ausdruck des bezeichneten Gedankens
noch ein Moment vermisst. Diese Theile, will Aristoteles sagen,
gebrauchen manche Dichter einzeln wie Arten. Schrieb er also roOrotg
pzv oüv oüx öliyoi (xaS’ exaurov) aürdv dg zinsTv x£%pr)vzai
dg dösaiv, so wäre der Gedanke nun erst abgeschlossen, und sowie
tbg zinelv im Anschluss an xa.5' £xa<jrov dem Sprachgebrauch des
Aristoteles entsprechend seinen Platz gefunden hätte, so fehlte es
auch für das von xaS’ ixaarov abhängige adrwv (d. i. pspüv) wenigstens
nicht an einer Rechtfertigung.
Der hinzugefügte begründende oder erläuternde Satz xai ydp
dfztg z-^ei rräv xai ’O^og y.ai pvSov y.ai pflog xai )j£cv y.ai oiavoiav
diaiirug muss, da er so, wie er da steht, nicht verständlich ist, seine
Deutung und Berichtigung nach Massgabe des vorangegangenen linden.
Denn dass Aristoteles, wie gemeinhin angenommen wird, sage:
'jede Tragödie (näv) hat o-j/sig u. s. w.’, scheint mir aus vielen Gründen
schon an sich eine unhaltbare Deutung, die überdiess zu dem
aus den vorangegangenen Worten gewonnenen Gedanken schlecht
genug passen würde. Ich denke, Aristoteles schrieb: y.ai ydp oipsig
syeiv ~täv, y.ai r,$og xai pvd’ov, xai Ailgtv y.ai pslog, y.ai didvoiav
doaOrug d. h. 'denn (nach der Meinung jener oüx oliyoi,
welche die pipr, einzeln wie Arten gebrauchen) habe und vermöge
jedes pipog die Srpig, das fiSog wie der püSog, die Allgig
und das pflog, und nicht minder die didvota, Alles. Bei dieser
Fassung des Gedankens wird die Anordnung der p£pr>, die bei
jeder andern Erklärung auffällig bleibt, begreiflich: mit dem für
das Wesen der Tragödie äusserlichsten und darum unkünstlerischsten
Theile, der oipig, beginnt die Reihe, und ihr schliessen
sich paarweise f,Srog und püSog, Aifi? und pflog an, denen zum