gewiss, dass diese Worte mit deutlicher Rückbeziehung auf unsere
Stelle geschrieben sind. Dann aber ergibt sich daraus für letztere
eine kleine, aber für das Verständniss des Ganzen nicht unwesentliche
Besserung: Aristoteles schrieb auch hier nicht roig swstnv, sondern
öjg s'iSsaiv. Von den sechs Tragödieuthcilcn, sagt er, machen
manche Dichter einen solchen Gebrauch, als ob sie s'idr h Arten, seien.
Das heisst, sie gehen nicht darauf aus, den sechs Theilen gleichmässig
in ihrer Dichtung gerecht zu werden, sondern mit Vorliebe je
nach der individuellen Kraft und Begabung pflegen sie den einen und
andern Theil so vorwiegend, dass so viele Arten der Tragödie zum
Vorschein kommen, als es Theile derselben gibt. Mit den sogefassten
Worten rot? pdpstn y.s-ypf)VTou cLg si'osotv lässt sich ausser anderem
in gewissem Sinne vergleichen Metaphysik DOS b 10 tpcävovTUt ös
rtvsj xcd röiv IsyovTOJV otoiysia. töjv övrwv rö sv r t rö Sv r, to [j.syo.
y.od to jj.iy.p6v djg ysvsoiv ccvroXg ypr/oSca: d. h. auch diejenigen
Philosophen, welche das Seiende und das Eins u. s. w. als Elemente
der Dinge aufstellen, behandeln sie doch als Gattungen (oder Gattungsbegriffe).
Für die Thatsache nun, dass manche Dichter in jener
Weise einzelne Theile der Tragödie so bevorzugten, dass eine
besondere Art von Tragödie sich ergab, lassen sich aus der Poetik
seihst noch einige Spuren geltend machen: 1436 a 3 jj.dharcx ~p.sv
0UV Cr.KO.VTOt. OsX KS'.pÖ.aäo.l SJSIV , £1 OS pW), TO. jXSytCjTO ZCtt kXsXOTO,
äXkoig ts ycd thg vvv ovy.o<po.VTOii<n Tovg noi^Tccg- ysyovÖTOiv yd.p y.adr’
svaoTOv [j.spog dyuSthv noir/Tthv, b/.doTOv toü idiov dyo.SoO dEioOcn
töv svo ÖKspßdXhiv. Die tragischen Leistungen vertheilten sich also
nach den Theilen der Tragödie, von denen so ziemlich ein jeder seinen
Meister gefunden hatte, und man konnte dianoetisehe, indische,
ethische, durch Biihneneffeet wirkende und andere Arten von Tragödie
unterscheiden, etwa wie nach Varro die römischen Komiker Caeeilius,
Plautus, Terentius nach argumenta, sermones, ethe jeder seinen
besonderen Vorzug hatte. Im Eingänge des 14. Cap. tadelt Aristoteles
solche Tragiker, welche den ganzen Effect der Tragödie auf
den Bühnenapparat (oipcg) bauten, und aus dem 0. Cap. seihst geht
hervor, dass die Tragödien der jüngeren Tragiker drüsig waren,
dagegen otavorjTixai: 1430 a 23 und b 7 fg. Genug, cs lässt sich
wohl verstehen, wie Aristoteles sagen konnte, dass manche Tragiker
die p.ipr) der Tragödie xi-ypr/VTca thg slosoiv. Dennoch bleibt noch
eine Schwierigkeit übrig: die Worte ccvtojv ojg siksXv, welche mit
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