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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

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V  a  h  1  e  n

sy^si,  vnd.pyti  ty)  rpaydioia,  a  di  aürp,  ov  ndvza  iv  zrj  inonoilq.  v  di
xcop.u>Sitx  lariv,  üansp  s’lnopsv,  pupriaa;  tpavkozipuv  [xsv,  oi>  pivroi
xazä  näaav  xcxxiav,  dXkd  zaO  cday^pov,  od  iozi  zb  yskoTöv  p.äpiov  —  ävsu
ödvvrig.  Hierher  gestellt,  ergeben  sie  die  erwünschte  Grundlage  für
den  nun  folgenden  Abschluss  ns.pl  cuv  zfig  iv  iEap-izpcng  pup.yiuy.rjg
xcd  nspi  xcop.aydtag  üazspov  ipoOp.sv,  nspi  di  zpaydpdlag  Aeyupsv  xzl.,
und  zugleich  lässt  sich  begreifen,  warum  Aristoteles  eine  vollständige
Deiterminirung  des  ysktfvv  (denn  das  Angegebene  ist  im  Grunde  nur
eine  negative  Abgrenzung)  nicht  nöthig  erachtete.  Sowie  die  Gemeinsamkeit ­
  von  Epos  und  Tragödie  auf  der  mit  Nachdruck  hervorgehobenen ­
  pJ.p.'oug  onovdadow  beruht,  so  genügte  es  für  den  hiesigen
Zweck,  von  der  Komödie  zu  sagen,  sie  sei  p.ip.r,aig  faukozipcüv,  da
unter  diese  Kategorie  eben  das  Komische  (das  ys\aTov~)  fällt  14 ).
An  die  Spitze  der  mit  Cap.  ö  beginnenden  Specialerörterung
der  Tragödie  stellt  Aristoteles  die  berühmte  Definition  derselben,  und
fügt  ihr  Erläuterungen  einiger  in  derselben  gebrauchten  Ausdrücke
an.  Man  darf  glauben,  dass  diese  den  Wortverstand  der  Definition
aufhellenden  Erklärungen  sich  ursprünglich  noch  auf  andere  Begriffe
derselben  erstreckt  haben  werden,  insbesondere  auf  den  ohne
Erklärung  unverständlichen  Ausdruck  xd.Sa.paig  zöv  na.Srjp.dz  uv.
Schwerlich  wird  aber  Aristoteles  in  der  Erläuterung  der  Katharsis
seiner  eigenen  später  folgenden  Theorie  der  Tragödie  allzusehr  vorgegriffen ­
  haben.  Es  genügte  festzustellen,  welchen  pathologischen
Vorgang  in  den  Gemüthern  der  Zuschauer  er  durch  xdSapaig  zü>v
na.Srjp.dzuv  bezeichnet  wissen  wollte,  wie  aber  die  Tragödie  selbst,
um  diesen  herbeizuführen,  geartet  sein  müsse,  blieb  der  Theorie  selbst
Vorbehalten.
Als  Grundlage  für  diese  sucht  Aristoteles  von  einem  neuen  Ausgangspunct
  aus  die  Theile  der  Tragödie  zu  gewinnen,  um  an  ihrer
Abfolge  die  Gesetze  der  tragischen  Dichtung  darzulegen.  Die  Theile
aber  werden  nicht  aus  der  Definition  abgeleitet,  sondern  zunächst  durch
äusserliche  Betrachtung  der  tragischen  Aufführung  gewonnen  und
sodann  nach  ihrem  Werthe  für  die  Tragödie  geordnet.
Aus  der  Thatsache  der  scenischen  Aufführung  durch  redende
und  singende  Personen  ergeben  sich  die  drei  äusserlichen  Theile,
Scenerie  (iipeug  xoapo?),  Rede  Q.ifyg  d.  i.  adzrj  ri  zöiv  6vop.dzuv
oi/vSsaig')  und  Gesang  (p.d.onocici).  In  ähnlicher  Art  werden  die  drei
wesentlicheren  Bestandteile  der  Tragödie  aufgesucht,  Fabel  (p.vSog),
            
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