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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

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V  a  h  1  e  n

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os  ■s.oitj.uöia.  (hä  rö  p.z  anovöä£s<jSou  i£  dpyyg  eXaSev.  Die  übrig
bleibende  Frage,  ob  und  wo  sieb  für  jene  Determinirung  des  ysXoiov
ein  schicklicher  Platz  in  der  Poetik  finden  lasse,  kann  erst  später
wieder  aufgenommen  werden.
Die  Entwickelungsstufen  der  Komödie  macht  Aristoteles  knapper
ab  als  die  entsprechenden  der  Tragödie,  darum,  weil  die  Tradition
ungleich  weniger  über  diese  in  ihren  Anfängen  bei  Seite  gesetzte
und  unbeachtet  gebliebene  Gattung  erhalten  hat.  Die  Komödie  bat
nicht  so  bald  wie  die  Tragödie  staatliche  Anerkennung  gefunden,
sondern  entwickelte  sich  im  Verborgenen  als  ein  mehr  der  Privatliebhaberei ­
  überlassenes  Institut.  Nur  die  allerdings  überaus  wichtige ­
  Tradition  über  das  kots.lv  und  sein  erstes  Aufkommen  in
der  Komödie  hat  sich  erhalten  und  erscheint  an  bestimmte  Dichternamen ­
  geknüpft.
Hiermit  ist  nun  der  ganze  grundlegende  allgemeine  Theil  der
Poetik  abgeschlossen:  beide  Abschnitte  desselben,  die  Sonderung
der  Diebtarten  nach  den  Mitteln,  dem  Kunststil  und  der  Art  und
Weise  der  Darstellung,  und  zweitens  die  Untersuchung  über  den
Ursprung  der  Dichtkunst  und  die  Entwickelung  der  Dichlarten  sind
folgerichtig  und  in  übersichtlicher  Gruppirung  der  Abschnitte  dargelegt. ­

Aristoteles  schreitet  daher  (1449  b  9  v?  piv  ovv  inonoüa)  zur
Specialbeliandlung  der  einzelnen  Diebtarten  fort,  von  welcher  uns
nur  die  Theorie  der  Tragödie  und  der  epischen  Dichtung,  und  zwar  in
dieser  Abfolge,  erhalten  ist.
Bei  dem  Eintritte  in  die  Specialuntersuchung  drängte  sich  die
Frage  auf,  in  welcher  Reihenfolge  die  einzelnen  Dichtarten  am
zweckmässigsten  zu  erörtern  seien.  Es  bot  sich  ein  doppelter  Weg
dar:  einerseits  nämlich  treten  Tragödie  und  Komödie,  in  sofern
beide  dramatische  Gattungen,  auf’s  engste  zusammen,  während  ihnen
epische  Dichtung  (und  die  lyrischen  Gatlungen)  als  erzählende
gegenüberstehen.  Anderseits  sind  Tragödie  und  Epos  durch  die
Gemeinsamkeit  des  Kunststiles  («moudcaGv)  verbunden,  während
von  ihnen  die  Komödie  als  pdp.zeug  tpauXoripoiv  aus  demselben  Gesichtspunct
  sich  absondert.  Aristoteles  bat  selbst  cap.  3.  p.  1448
a  2K  ff.  diese  zwiefache  Paarung  der  Dichtarten  angedeutet,  die  sich
ergibt,  je  nachdem  man  von  dem  Kunststile,  d.  i.  dem  Objecte  der
            
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