Beiträge zu Aristoteles Poetik.
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ahmuugen als die beiden cärica an. Allein gegen diese Auffassung
spricht, dass das Wohlgefallen an Werken der Nachahmung nur die
Kehrseite des Nachahmungstriebes ist: dieser nämlich äussert sich
zweifach, productiv im Nachahmen, receptiv in der Freude an Nachgeahmtem;
beides, das Nachahmen wie das Wohlgefallen an Werken
der Nachahmung, wurzelt ja auch, wie Aristoteles deutlich gemacht
hat, in dem einen Triebe zu wissen und zu lernen: Tag paSriasig
noisiTai dioc [xip.rjasojg rag npÜTag, und nachher: «trtov (roü yaipsiv
roig p.ip.r,p.ac»y) Sn p.avSavuv ov pövov Talg filaootpoig yioiotov d'kkd.
■/.cd ralg äXXoig öp-oicjg y.rX. Und in demselben Sinne sagt Aristoteles
in der Rhetorik I, 11 S. 1371 b 3, weil das Lernen dem Menschen
angenehm (7,06), darum gehörten zu den r t oia sowohl die nachahmenden
Künste (also die nachahmende Thätigkeit) als auch die
gelungenen Werke der Nachahmung: snsi oi rö iJ.ctvSd.vsiv ts 7,d6
(xai tö Savp.d^siv), zcä ra TOidds avdyzv) r/osa sivai oiov tö ts
P'./jloö/jisvov üonsp ypapr/'a -/.cd dvöptavTOizoiia xai iroiyTtxri, xai rcötv
d äv sv {J.siJ.iiJ:rj[j.ivov y, xdv f, p.vj r,d6 avrö tö p.£|jup.y;p.£VOV ov ydp STit
tovtuj y cäpsi, d.Xkä av'Xkoyio[J.dg saziv öti tovto ixstvo, ojots pavSavsiv
ti av\xßaivsi.
Endlich ist dieser zwiefältig sich äussernde Nachahmungstrieb
die Grundursache für alle nachahmenden Künste; den Ursprung der
Dichtkunst zu erklären, bedurfte es daher noch eines zweiten specilisclien
Grundes, aus dem diese besondere Art der Nachahmung sich
entwickelt habe. Diesen entnehmen wir dem abschliessenden Satze:
xctTd (pvGiv dr; avTog rjiJ.lv tov pipslaSai xcd Trig dpp.oviag xcd tov
pvSpoO (za 7dp p.sTpa öti pöpia rwv pvSpSjv soti, tpavspöv') i£ dpyrjg
nsfvxoTsg xcd avTct /./.dhaTCt xctTd puxpöv npodyovTsg sysvvr,aav rr,v
noiriaiv ix rcnv a.vT r joysw.ctrj\j.d.T'jjv. Denn es ist einleuchtend, dass
Aristoteles als die beiden airiai tpvoixai der Dichtkunst 1. den Nachahmungstrieb
und 2. den gleichfalls uns angebornen Sinn für Tact
und Harmonie (worin der Sinn für metrische Form eingeschlossen
ist) ansah. (Prob). 920 b 31 — 921 a (5 did ti pvSp.ü> xcd pslei . .
yaipovai irdvTsg; ri öti TCtlg xazd tpvoiv xivrtascn ya.ipop.sv xazd tpvoiv
xzk. Politik 1340 b 17. Platon Ges. 033 e, 034 a). Der Sinn für
rhythmisch-metrische Form gab dem allgemeinen Nachahmungstriebe
die Richtung auf diejenige Art der Nachahmung, welche wir Dichtung
nennen. Von diesen beiden aiziai bat Aristoteles nicht den einen
aus dem anderen hergeleitet, sondern er stellt sie als zwei gesonderte
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