272
V a li 1 e ii
nachahmen entweder erzählend oder handelnd und agierend: xat
ydp iv xoXg aöxoXg xat xd <xvxd p.'.p.sXtjSai saxiv. 6xi piv dxayyiXXovxa
— 77 navza (hg npdxxovxag xat ivspyovvxag [toöj p.ip.ovp.ivovg']. Die
letzten Worte nämlich halle ich für eine Interpolation, die durch den
Wechsel im Numerus (dxccyyi'Xlwza.— npdxxouxag^) veranlasst ward,
auf den aber hier so wenig Gewicht zu legen als 1433 h 30, 33, 38.
Dieser durchgreifende Gegensatz des dKocyysl'ksiv und xpd.xzs.vj
(= ivspysiv, dpäv) tritt sowohl sonst (vgl. 1439 a 13) als namentlich
in der Definition der Tragödie 1449 b 26 dp(ivrav xai od dt’
dnayysliag nachdrücklich hervor. In denjenigen Dichtungen aber,
deren Darstellungsweise das Berichten (dnayyslia) ist, stellt sich
eine neue untergeordnete Scheidung heraus, je nach dem Verhältniss,
welches der Dichter einnimmt zu seiner Dichtung: entweder verschwindet
der Dichter gänzlich hinter den von ihm als redend und
berichtend eingeführten Personen, wie Homer es macht (dxayysllovxa.,
?/ szspöv xt 7tyvop.Evov tiansp "0[wpog notsX: welches als ein
Vorzug dieses Dichters vor anderen Epikern auch 1460 a 9 hervorgehoben
wird), oder aber es ist der Dichter selbst, der in eigener Person
redet und nicht eine fremde Maske annimmt (77 üg xöv avzöv xat
p.v) p.cra|3aAAovra). Es ist klar, dass das sxspov xi ytyvopsvov und üg
xöv avxdv xai /14 psraßäAAovra nur Gegensätze sind auf dem gemeinschaftlichen
Grunde des dna.yyilteiv, ohne welche Unterlage jene
beiden völlig in der Luft schweben 8 ).
Aristoteles hat es unterlassen, unter diese Unterschiede die
Dichtarten speciell zu subsumiren. Scharf sondern sich in jener
Aufstellung Epos als erzählende Gattung und das Drama, dessen Name
das Element der Handlung ausdrückt. Allein diese Subsumption der
Dichtarten weiter durchzuführen, ist nicht ohne Bedenken und
mannigfache Schwierigkeit, und scheint, nach den Worten iv xoXg
ccvzoXg xat xd aözd zu sehliessen, von Aristoteles gar nicht beabsichtigt.
Aus der Art dieses dritten Unterschiedes erklärt es sich denn,
dass die musisch-orchestischen Künste hier nicht in Betracht
gekommen. Auf der Mitwirkung der Musik und des Tanzes, die nicht
allen Dichtgattungen und wiederum nicht allen Dichtgattungen in
gleichem Umfang gemeinsam ist, beruhte der erste auf die Mittel der
Darstellung gegründete Unterschied, und ebenso konnten bei der
Scheidung der Gattungen nach dem Kunststil Orehestik und Musik