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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

170

Halm

uel  summis  fluctibus  tonsis  emicaret  [emergeret],  wo  Bursian  zuerst
die  Glosseme  erkannt  hat;  16,  3  procul  est  ab  eins  [subtilitate\
simplicitate  subtilis  urbanitas,  20,  4  feras  [jiomines],  21,4  Lege
stoicorum  scripta  \_uel  scripta  sapientium],  27,  2  isti  igitur  impuri
Spiritus  \daemones),  27,  5  plerique  [/mrs]  uestrum  etc.  —  S,  14
hat  der  Codex  statt  es  timere  in  einem  Wort  estimere;  eine  spätere
Hand  setzte  unter  es  ein  Häkchen  (=  aestimere),  woraus  die  abscheuliche ­
  Lesart  existimere  der  ed.  princeps  entstanden  ist.  7,  3
hatte  die  Handschr.  richtig  ursprünglich  mater  idea  (st.  Idaea),  aber
i  ist  wegradiert,  daher  mater  dea  in  der  ed.  princ.;  die  Schreibart  idea
hat  der  Codex  auch  26,  9.  Cap.  8,  5  stand  ursprünglich  pro  mira  stultitiam
  et  incredibilis  audacia,  was  durch  Rasur  in  pro  mira  stidtitia
et  incredibili  aud.  geändert  erscheint,  weil  ein  Leser  pro  als  Praeposition
  ansah.  Wenn  der  Vorschlag  auch  als  etwas  kühn  erscheint,
so  hat  es  doch  grosse  Wahrscheinlichkeit,  dass  Minucius  Felix  nach
gewöhnlichem  Sprachgebrauch  pro  mira  stultitiam  et  incredibile
audacia  geschrieben  hat.  —  Die  Abkürzung  er  (für  erunt)  ist
viermal  falsch  in  ere  aufgelöst  worden  (profuerunt  21,  2,  noeuer ­
  unt  22,  1,  tetigerunt  26,  7,  nouerunt  33,  1);  nur  an  einer
dieser  Stellen  hat  der  Abschreiber  des  cod.  Bruxell.  richtig  tetigerunt ­
  gelesen.  —  21,  9  hat  der  Codex  nicht  Cybelae  dindyma
pudet  dicere,  sondern  cybele  dyndima,  wie  auch  in  der  ed.  princ.
steht,  welche  geringe  Abweichung  insofern  von  Bedeutung  ist,  als
die  wahrscheinlichste  Verbesserung  der  corrupten  Stelle  noch  immer
die  alte  des  trefflichen  Gelenius  de  Cybele  Dindymena  erscheint.  —
27,  6  gibt  Muralto  zwar  richtig  an,  dass  in  den  Worten  ’ipsis  testibus,
  esse  eos  daemonas,  de  se  uerum  confitentibus  credite’  de  se
uerü  confitentibus  über  der  Zeile  steht,  verschweigt  aber,  dass  nach
credite  das  Wort  fessis  ausradiert  ist.  Man  wird  also  credite  confessis
zu  lesen  und  die  Worte  de  se  uerum  confitentibus  als  einen  verunglückten ­
  Emendationsversuch  zu  beseitigen  haben.  —  c.  37,  9  lesen
die  neueren  Ausgaben:  Rex  es?  et  tarn  times  quam  timeris,  et
quamlibet  sis  multo  comitatu  stipatus,  ad  periculum  tarnen  solus
es.  Diues  es?  sed  fortunae  male  creditur  etc.  Wegen  des  Parallelismus ­
  diues  es?  sed  hat  Rigaltius  richtig  verbessert  Rex  es?  sed
tarn  times,  ohne  zu  bemerken,  dass  so  wirklich  in  der  Handschrift  von
erster  Hand  steht.  Diese  hat  nemlich  eet  (i.  e.  esset')  tarn  (daher  in  der
ed.  princ.  esse  tarn),  wofür  eine  jüngere  Hand  es  tarn  mit  Ausradierung
            
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