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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

Zu  Minucius  Felix.

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Da  der  Text  als  solcher  unbrauchbar  ist,  indem  auch  die  offenbarsten
Verderbnisse  ohne  Berichtigung  geblieben  sind  und  der  Herausgeber
zur  Verbesserung  des  Textes  auch  nicht  das  mindeste  beigetragen
hat,  so  wäre  es  jedenfalls  besser  gewesen,  keinerlei  Abänderung
zu  treffen  und  den  Codex  mit  allen  Fehlern  abdrucken  zu  lassen,  wie
z.  B.  Orclli  mit  der  Amerbachischen  Abschrift  des  Codex  Murbacensis
des  Velleius  Paterculus  gethan  hat.  Dass  jedoch  auch  an  solchen
Stellen,  wo  keine  Variante  in  den  Noten  angegeben  ist,  kein  völliger
Verlass  auf  Muralto's  Abschrift  zu  hegen  sei,  Hess  die  von  Hildehrand
zum  Arnobius  p.  633  ff.  mitgetheilte  Collation  erkennen,  wiewohl  aus
anderen  Indicien  sicher  hervorgieng,  dass  sich  in  Hildebrand’s  Mittheilungen ­
  manche  grobe  Verstösse  eingeschlichen  haben.  Bei  solcher
Sachlage  schien  eine  nochmalige  Vergleichung  des  als  unicus  zu  betrachtenden ­
  Codex  als  eine  unerlässliche  Arbeit,  die  Herr  Laubmann ­
  mit  grösster  Genauigkeit  besorgt  hat.  Wiewohl  die  Handschrift
sehr  deutlich  geschrieben  ist  und  nur  wenige  Abkürzungen  und
Änderungen  von  späteren  Händen  enthält,  hat  die  neue  Collation  doch
mehrere  sehr  erwünschte  Nachträge  geliefert.  Von  älteren  Schreibarten ­
  bat  Muralto  viele  übergangen,  wahrscheinlich  weil  er  sie  als
blosse  Schreibfehler  ansah,  so  umor  2,  3  und  34,  3,  harena  dreimal,
formidulosus  5,  6,  exalare  o,  9,  ptebei  hominis  7,  3,  in  contione  8,
з,  ingemescendum  est  8,  3,  taeter  9,  ö,  locuntur  9,  6,  coniti  17,  l
и.  26,  12,  conexus  17,  2,  conubium  31,  3,  pilleatvs  24,  3.  fdeiner ­
  osus  2S  ,  2  ,  penitere  (st.  paenitere,  Muralto  poenitere)  an  drei
Stellen,  delitiscunt  27,  1,  afluant  37,  7.  Die  interessanteste  Variante
der  Art  ist  28,  1  quam  autem  inicum  sit.  Dieses  inicum  muss  dem
Herausgeber  der  ed.  princ.  als  ein  spanisches  Dorf  erschienen  sein;
er  fälschte  daher  den  Text  durch  die  nutzlose  Conjectur:  Quantum
autem  uitium  sit.  Die  übrigen  wichtigeren  Varianten  sind  folgende:
3,  3  steht  das  bedenkliche  crispis  torosisque  .  .  erroribus  (sc.  undarum)
  del.ectati  nicht  ganz  so  im  Codex,  sondern  toro  **  sisque,
wodurch  die  nothwendige  Verbesserung  tortuosisque  grössere  Wahrscheinlichkeit ­
  erhält.  4,  4  hat  der  Codex:  de  toto  integro  mihi  cum
Octauio  res  est,  mit  et  von  jüngerer  Hand  über  toto.  Die  Conjectur
ist  schwerlich  richtig,  sondern  vielmehr  toto  als  Erklärung  von  integro
zu  streichen,  von  welcher  Art  von  Glossemen  mehrere  ganz  sichere
Beispiele  in  der  kleinen  Schrift  vorliegen,  wie  3,  6:  ut  i/lud  iaculum
uet  dorsum  maris  räderet  \ucl  enataret],  dum  leni  impetu  labitur,
            
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