Zu Minucius Felix.
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Da der Text als solcher unbrauchbar ist, indem auch die offenbarsten
Verderbnisse ohne Berichtigung geblieben sind und der Herausgeber
zur Verbesserung des Textes auch nicht das mindeste beigetragen
hat, so wäre es jedenfalls besser gewesen, keinerlei Abänderung
zu treffen und den Codex mit allen Fehlern abdrucken zu lassen, wie
z. B. Orclli mit der Amerbachischen Abschrift des Codex Murbacensis
des Velleius Paterculus gethan hat. Dass jedoch auch an solchen
Stellen, wo keine Variante in den Noten angegeben ist, kein völliger
Verlass auf Muralto's Abschrift zu hegen sei, Hess die von Hildehrand
zum Arnobius p. 633 ff. mitgetheilte Collation erkennen, wiewohl aus
anderen Indicien sicher hervorgieng, dass sich in Hildebrand’s Mittheilungen
manche grobe Verstösse eingeschlichen haben. Bei solcher
Sachlage schien eine nochmalige Vergleichung des als unicus zu betrachtenden
Codex als eine unerlässliche Arbeit, die Herr Laubmann
mit grösster Genauigkeit besorgt hat. Wiewohl die Handschrift
sehr deutlich geschrieben ist und nur wenige Abkürzungen und
Änderungen von späteren Händen enthält, hat die neue Collation doch
mehrere sehr erwünschte Nachträge geliefert. Von älteren Schreibarten
bat Muralto viele übergangen, wahrscheinlich weil er sie als
blosse Schreibfehler ansah, so umor 2, 3 und 34, 3, harena dreimal,
formidulosus 5, 6, exalare o, 9, ptebei hominis 7, 3, in contione 8,
з, ingemescendum est 8, 3, taeter 9, ö, locuntur 9, 6, coniti 17, l
и. 26, 12, conexus 17, 2, conubium 31, 3, pilleatvs 24, 3. fdeiner
osus 2S , 2 , penitere (st. paenitere, Muralto poenitere) an drei
Stellen, delitiscunt 27, 1, afluant 37, 7. Die interessanteste Variante
der Art ist 28, 1 quam autem inicum sit. Dieses inicum muss dem
Herausgeber der ed. princ. als ein spanisches Dorf erschienen sein;
er fälschte daher den Text durch die nutzlose Conjectur: Quantum
autem uitium sit. Die übrigen wichtigeren Varianten sind folgende:
3, 3 steht das bedenkliche crispis torosisque . . erroribus (sc. undarum)
del.ectati nicht ganz so im Codex, sondern toro ** sisque,
wodurch die nothwendige Verbesserung tortuosisque grössere Wahrscheinlichkeit
erhält. 4, 4 hat der Codex: de toto integro mihi cum
Octauio res est, mit et von jüngerer Hand über toto. Die Conjectur
ist schwerlich richtig, sondern vielmehr toto als Erklärung von integro
zu streichen, von welcher Art von Glossemen mehrere ganz sichere
Beispiele in der kleinen Schrift vorliegen, wie 3, 6: ut i/lud iaculum
uet dorsum maris räderet \ucl enataret], dum leni impetu labitur,