Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

6

,T.  ßerg'm  ann,  Darlegung’  mehrerer  Systeme

liehe  weltliche,  sowohl  erloschene  als  auch  bei  der  völligen
Auflösung  des  Reiches  im  Jahre  1806  mediatisirte  meist  neufürstliche, ­
  gräfliche  und  freiherrliche  münzberechtigte  Familien,  ebenfalls
promiscue  alphabetisch.  Grössere  geordnete  Massen,  wie  sie  jeder
dieser  beiden  alten  Reichskörper  bildet,  sind  leichter  zu  übersehen
als  getrennte,  zerstiiekte,  zersplitterte  Glieder.
III.  \  T on  Deutschland  gehen  wir  natürlichen  Ganges  zur  Schweiz
über,  zumal  Bischöfe,  Abte,  Dynasten  und  Städte  dieses  Landes  von
den  deutschen  Kaisern  und  Königen  ihr  Münzrecht  erhalten  hatten
und  die  späteren  Cantonsmünzen  deutschen  Charakter  und  Typus  an
sich  tragen.
IV.  Aus  der  Schweiz  steigen  wir  nach  Italien  hinab,  das  einst
mit  dem  mächtigen  deutschen  Reiche  in  engerer  Verbindung  und
Abhängigkeit  war;  zudem  hatten  viele  weltliche  Fürsten  und  Herren,
Bischöfe  und  Städte  von  den  Ottonen  und  Hohenstaufen  etc.  ihre
Münzprivilegien  erhalten.
Bis  zum  Jahre  1859  war  Italien  in  die  seit  dem  Wiener  Frieden
1815  in  dieser  Halbinsel  regierenden  Souveräne  und  in  ein  Italia
numismatica  antiquata  nach  unserem  Systeme  numismatisch  abzutheilen.
  Nach  der  dermaligen  Lage  der  Dinge  sind  factisch  nur
drei  Souveräne  in  Italien,  der  Kirchenstaat,  das  sogenannte  Königreich
Italien  (17.  März  1861)  und  das  lombardisch-venetianischeKönigreich,
alles  Andere  fiele  nunmehr  der  Italia  numismatica  antiquata  zu,
welche  gleich  dem  antiquirten  Deutschland  aus  zwei  Abtheilungen
bestellt,  nämlich:  a)  in  vor  Alters  münzberechtigte  geistliche
Würdenträger  und  b)  in  weltliche  sowohl  erloschene  als  unterthänig
  gewordene  Republiken  und  Familien  höheren  und  niederen
Ranges,  jede  Abtheilung  in  einen  Körper  promiscue  alphabetisch
vereinigt.
Von  Italien  setzen  wir  über  das  Mittelmeer  nach  der  pyrenäisehen
  Halbinsel  und  beginnen  mit  dem  Westen.  Es  folgen:
V.  Portugal;  VI.  Spanien  mit  den  früheren  gethcilten
Königreichen;  VII.  Navarra,  VIII.  Frankreich  nach  allen  seinen
Phasen,  ferner  a)  mit  seinen  geistlichen,  vordem  münzberechtigten ­
  Würdenträgern,  und  b)  weltlichen,  vordem  münzenden
Dynasten;  IX.  Belgien  mit  den  ehemaligen  belgischen  Provinzen;
X.  die  Niederlande  (Batavia)mit  den  ehemaligen  sieben  vereinigten
Provinzen;  XI.  Grossbritannien,  a)  England,  b)  Schottland,  c.)
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.