112 H a 1 m. Die älteren Handschr. latein. Kirchenväter in der Schweiz.
m 6. Bande des Jahn’schen Archivs für Philologie mitgetheilt. Die
Hoffnung jedoch, zu der eine Notiz bei Hänel berechtigte, es lägen
hier Handschriften vor, deren Hauptstock schon im neunten Jahrhundert
in die Bibliothek gekommen sei, hat sich als eine illusorische
erwiesen, indem eine richtigere Untersuchung ergab, dass die betreffenden
in’s neunte Jahrhundert gesetzten Handschriften erst gegen
Ende des XI. geschrieben und in die Bibliothek gekommen sind.
Herr Prof. Wölfflin hat hei der Gelegenheit auch schätzbare Notizen
über einige einschlägige elsässische Handschriften zu Colmar und
Schlettstadt mitgetheilt, die man als einParergon dankbar aufnehmen
wird. Um die Bibliothek von Einsiedeln nicht ganz zu übergehen,
wiewohl sie in der patristischen Literatur wenige hervorragende
Stücke zu besitzen scheint, habe ich dem Verzeichniss am Schlüsse
eines jeden Autors die geringen Notizen einverleiht, die aus Morel’s
Mittheilungen im Pertz’schen Archiv und aus den sehr kärglichen
Hänel’s bekannt geworden sind.
Was die Form betrifft, in der ich das mit grosser Mühe hergestellte
Verzeichniss vorlege, so habe ich diejenige gewählt, zu der
eine viele Zeit erheischende Nacharbeit nothwendig war, von der ich
aber erwarte, dass sie für den praktischen Gebrauch des Repertoriums
als die bequemste erscheinen werde. Ich habe nämlich die alphabetische
Folge nach den Namen der Autoren gewählt, und zwar in der
Weise, dass bei umfangreichen Autoren die Schriften in der Ordnung,
in welcher sie in den gangbarsten Ausgaben stehen, aufgeführt sind,
und von kleinen Schriften, wie z. B. von einzelnen Sermonen oder
Briefen überall das Citat einer Hauptausgahe beigefügt ist. So ist die
Möglichkeit gegeben, jede noch so kleine Schrift, von der Handschriften
vorliegen, in kürzester Zeit aufzufinden, während andrerseits verhütet
ist, dass eine vielleicht sehr werthvolle Handschrift eines kleinen
Stückes nicht bei der künftigen Bearbeitung übersehen werde.
Adamnani (vulgo Adamanni) de locis terrae sanctae ex relatione
Arnulfi episcopi Galli libri III im cod. Rhein num. 73 s. IX
(geschrieben von Reginbertus Rheinaun. -{• 847) und in Bern. 582
s. IX fol. I—46 (mit grosser Lücke in der Mitte).