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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

112  H  a  1  m.  Die  älteren  Handschr.  latein.  Kirchenväter  in  der  Schweiz.
m  6.  Bande  des  Jahn’schen  Archivs  für  Philologie  mitgetheilt.  Die
Hoffnung  jedoch,  zu  der  eine  Notiz  bei  Hänel  berechtigte,  es  lägen
hier  Handschriften  vor,  deren  Hauptstock  schon  im  neunten  Jahrhundert ­
  in  die  Bibliothek  gekommen  sei,  hat  sich  als  eine  illusorische
erwiesen,  indem  eine  richtigere  Untersuchung  ergab,  dass  die  betreffenden ­
  in’s  neunte  Jahrhundert  gesetzten  Handschriften  erst  gegen
Ende  des  XI.  geschrieben  und  in  die  Bibliothek  gekommen  sind.
Herr  Prof.  Wölfflin  hat  hei  der  Gelegenheit  auch  schätzbare  Notizen
über  einige  einschlägige  elsässische  Handschriften  zu  Colmar  und
Schlettstadt  mitgetheilt,  die  man  als  einParergon  dankbar  aufnehmen
wird.  Um  die  Bibliothek  von  Einsiedeln  nicht  ganz  zu  übergehen,
wiewohl  sie  in  der  patristischen  Literatur  wenige  hervorragende
Stücke  zu  besitzen  scheint,  habe  ich  dem  Verzeichniss  am  Schlüsse
eines  jeden  Autors  die  geringen  Notizen  einverleiht,  die  aus  Morel’s
Mittheilungen  im  Pertz’schen  Archiv  und  aus  den  sehr  kärglichen
Hänel’s  bekannt  geworden  sind.
Was  die  Form  betrifft,  in  der  ich  das  mit  grosser  Mühe  hergestellte ­
  Verzeichniss  vorlege,  so  habe  ich  diejenige  gewählt,  zu  der
eine  viele  Zeit  erheischende  Nacharbeit  nothwendig  war,  von  der  ich
aber  erwarte,  dass  sie  für  den  praktischen  Gebrauch  des  Repertoriums
als  die  bequemste  erscheinen  werde.  Ich  habe  nämlich  die  alphabetische ­
  Folge  nach  den  Namen  der  Autoren  gewählt,  und  zwar  in  der
Weise,  dass  bei  umfangreichen  Autoren  die  Schriften  in  der  Ordnung,
in  welcher  sie  in  den  gangbarsten  Ausgaben  stehen,  aufgeführt  sind,
und  von  kleinen  Schriften,  wie  z.  B.  von  einzelnen  Sermonen  oder
Briefen  überall  das  Citat  einer  Hauptausgahe  beigefügt  ist.  So  ist  die
Möglichkeit  gegeben,  jede  noch  so  kleine  Schrift,  von  der  Handschriften
vorliegen,  in  kürzester  Zeit  aufzufinden,  während  andrerseits  verhütet
ist,  dass  eine  vielleicht  sehr  werthvolle  Handschrift  eines  kleinen
Stückes  nicht  bei  der  künftigen  Bearbeitung  übersehen  werde.

Adamnani  (vulgo  Adamanni)  de  locis  terrae  sanctae  ex  relatione
  Arnulfi  episcopi  Galli  libri  III  im  cod.  Rhein  num.  73  s.  IX
(geschrieben  von  Reginbertus  Rheinaun.  -{•  847)  und  in  Bern.  582
s.  IX  fol.  I—46  (mit  grosser  Lücke  in  der  Mitte).
            
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