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H a 1 in. Verzeichntes der älteren Handschriften lateinischer
Alter der Handschriften ist nicht immer richtig bestimmt und in der
Regel zu hoch gegriffen, an Nachweisen, wo seltenere Schriften
gedruckt stehen, fehlt es fast gänzlich; auch vermisst man hei kleineren
Schriften, wie hei sermones und epistolae, die Angabe der in
einer Handschrift vorkommenden Stücke, zu deren genaueren Beschreibung
der Umstand sehr störend uud zeitraubend ist, dass nur
wenige Handschriften foliirt sind. Abgesehen davon, dass es mir
gelang durch Ausschreibung der luitieu einige unbestimmte Schriften
zuerst zu bestimmen, war ich so glücklich in einigen der ältesten
Handschriften ein paar in dem gedruckten Katalog übergangene
Schriften aufzufinden, so in dem Codex num. 376 saec. VIII die
vita beati Hilarionis von Hieronymus, und in der Capitalhandschrift
n. 363 saec. VIII, die den Horatius enthält, am Schlüsse mehrere,
wie es scheint, sämmtlich unbekannte Gedichte von christlichen Dichtern
(s. im Verz. unter Carmina), die zu copieren ich aus dem Grunde
unterliess, weil ein künftiger Herausgeber des corpus poetarum
Christianörum wegen der wichtigen übrigen Handschriften (Nr. 264,
338, 389, 394, 4S5 etc.) unter allen Umständen Bern besuchen
muss. Durch die freundlichste Zuvorkommenheit der Bibliotheksverwaltung
waren mir alle Handschriften, die ich ansehen wollte, leicht
und bequem zugänglich.
Von Bern begab ich mich nach Zürich, wo sich zwei öffentliche
Bibliotheken befinden, die an gedruckten Werken reich ausgestattete
Stadtbibliothek und die Cantonshihliothek. Auf der ersteren fand ich
nichts vor, was für meine Zwecke eine Aufzeichnung verlohnt hätte,
um so mehr in der Cantonshihliothek.
Diese hat in der jüngsten Zeit einen sehr namhaften Zuwachs
von Handschriften aus dem aufgehobenen Kloster von Rheinau erhalten,
über welche ein besonderer sehr genauer Katalog aus zwei
starken Foliohänden besteht, worin nicht blos alle Schriften mit den
Anfängen genau verzeichnet, sondern auch durchgängig Nachweise
gegeben sind, wo eine jede in einer Hauptausgabe gedruckt zu finden
ist. Da man so freundlich war, mir den Katalog in den Gasthof anzuvertrauen,
so kam ich mit der Anfertigung der Auszüge in ein paar
Tagen zu Ende und es bedurfte in der Bibliothek seihst nur noch der
Einsicht der ältesten Nummern, um die Überzeugung zu gewinnen,
oh die Handschriften nach dem Alter richtig bestimmt sind. Auch
nach dieser Seite hin hat der Katalog seine durchgängige Verlässigkeit