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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

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Th.  v.  Karajan

von  Quellen  bereichert  wurde,  und  zwar  im  vollen  Sinne  des  Wortes ­
  ,  denn  alles  Gelieferte  war  bisher  der  Wissenschaft  noch  nicht
zugeführt.  Ihre  Commission  war  im  Laufe  der  beiden  Jahre  sorgsam
bemüht,  den  ihr  angebotenen  Stoff  sowohl  für  die  schon  erschienenen ­
  Bände  zu  prüfen  und  zu  sichten,  als  für  die  künftigen  vorzubereiten. ­
  Sie  bat  dadurch  jetzt  schon  Vorrath  für  mehrere  Bände
druckfertig.  Sie  hofft  auf  diese  Weise  die  Zufriedenheit  der  verehrten ­
  Classe  mit  ihrer  Thätigkeit  erwarten  zu  dürfen,  um  so  eher,
als  in  den  letzten  beiden  Jahren  die  Einhaltung  der  versprochenen
und  erwarteten  Leistungen  ganz  eigenthümliche  Schwierigkeiten
hatte,  namentlich  in  der  Nachholung  der  leidigen  Rückstände  des
Druckes.
Für  die  Fortsetzung  der  begonnenen  Sammlungen  wurde  unausgesetzt ­
  Sorge  getragen,  und  auf  den  Antrag  Ihrer  Commission
hat  die  verehrte  Classe  für  die  Vollendung  der  Urkundensammlung
zur  Geschichte  des  Handels  Venedigs  mit  dem  Oriente  schon  am
13.  April  vorigen  Jahres  S00  fl.  österreichischer  Währung  als  besonderen ­
  Zuschuss  bewilliget.  Der  beb  weitem  grösste  Theil  dieses
Materiales  ist  aber  jetzt,  wie  Professor  Thomas  aus  Venedig  brieflich ­
  meldet,  bereits  bewältigt  und  dürfte  zusammen  mit  dem  Stoffe
des  Wiener  Haus-,  Hof-  und  Staats-Archives,  dann  jenes  der  Archive
von  Paris  und  Brüssel  noch  drei  ganze  Bände  füllen.
Über  die  Vorarbeiten  für  die  nächsten  Bände  unserer  Sammlung
der  Monumenta  habsburgica  habe  ich  aber  die  Ehre  Folgendes
zu  berichten.  Dieselben  wurden  für  die  Regierungsperiode  Kaiser
Maximilian’s  I.  in  den  beiden  letzten  Jahren  von  unserem  wirklichen
Mitgliede  Custos  Birk  ununterbrochen  fortgesetzt.  Nach  dem  festgestellten ­
  Plane  waren  es  zunächst  die  in  Wien  befindlichen  Archive
der  hohen  Ministerien,  die  durchforscht  werden  sollten,  indem  sie
den  grössten  und  wichtigsten  Theil  der  noch  vorhandenen  Documente
  jener  Zeit  verwahren.  Wir  sind  in  der  erfreulichen  Lage
mittheilen  zu  können,  dass  die  Arbeiten  in  einem  der  umfangreichsten ­
  Archive,  dem  des  k.  k.  Finanzministeriums,  nach  mehrjähriger
Dauer  so  weit  vorgeschritten  sind,  dass  in  kurzer  Zeit  deren  gänzliche ­
  Beendigung  zu  erwarten  steht.  Die  besonders  reiche  Ausbeute ­
  lohnt  reichlich  die  darangewandte  Zeit  und  Mühe.  Der  Kreis
der  Forschungen  wurde  überdies  nach  und  nach  auch  auf  die
            
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