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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

Bericht  über  die  Thätigkeit  der  historischen  Commission  etc.

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Galizien,  Krakau  u.  s.  w.
hat  ebenfalls  in  Bezug  auf  Städte  wesen  in  zwei  Arbeiten  Bereicherung ­
  erhalten.  Erstens  durch  eine  Sammlung:  „Urkunden
zur  Geschichte  der  Armenier  in  Lemberg.  Herausgegeben  von
Dr.  Ferdinand  BischofF“  im  Archive,  Bd.  XXXII,  S.  1  bis  133,  welche
69  ungedruckte  Urkunden  enthält  aus  den  Jahren  1377  bis  1736
und  demLemberger  Stadt-Archive,  um  so  willkommener,  „als  derVorrath
  an  gedruckten  Urkunden  für  die  Geschichte  der  ostgalizischen
Länder  ungemein  gering  ist,“  wie  der  Herausgeber  mit  Recht  bemerkt.
Zweitens:  „Balthazaris  Behern  Codex  picturatus  anni  1303,
continens  Privilegia  et  Plehiscita  urbis  Cracoviae.  Besprochen  von
Prof.  Dr.  U.  Heyzmann  aus  Krakau,“  im  Archive,  Band  XXXIII,  auf
den  Seiten  163  bis  231.  Die  Arbeit  enthält  eine  urkundlich  belegte
Darstellung  des  Stadtrechtes  Krakau’s,  welche  sich  in  einer  reich  verzierten ­
  Pergament-Handschrift  der  Jagellonischen  Bibliothek  daselbst
erhalten  hat.  Sie  liefert  einen  schönen  Beleg  zur  Beurtheilung  des
„wohlthätigen  Einflusses  des  deutschen  Elementes  auf  die  Entwickelung ­
  der  Künste  und  Gewerbe,  auf  die  Hebung  des  Handels  und  der
Rechtsbildung  in  den  Städten.“  Ja,  es  wird  in  den  Ausführungen  des
Herausgebers  geradezu  gesagt:  „dass  es  in  Polen  zum  grossen  Theile
deutschen  Colonisten  bürgerlicher  Abkunft  Vorbehalten  war,  die
weite  Kluft  zwischen  dem  Adels-  und  Bauernstände  ausgleichen  zu
helfen.  “
Ungern.
Für  das  Städte  wesen  auch  dieses  Kronlandes  ist  eine  ähnliche ­
  Arbeit  aufzuführen,  unter  dem  Titel:  „Zur  ältesten  Geschichte
der  oherungerischen  Freistadt  Kaschau.  Eine  Quellenstudie  von
Dr.  Fr.  Xav.  Krones“,  und  zwar  abgedruckt  im  Archive,  Bd.  XXXI,
S.  1  bis  36.  Unter  Anderem  bringt  diese  Abhandlung  auch  Untersuchungen ­
  über  die  ältesten  Bürgernamen  und  über  die  erste  Rathsordnung ­
  der  Stadt  vom  Jahre  1404,  welche  im  Anhänge  aus  dem
Originale  zum  ersten  Male  veröffentlicht  wird.
Für  die  Geschichte  der
            
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