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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

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Th.  v.  Karajan

des  Schlosses  Fulneek  verwahrt.  Sie  gehört  dem  fünfzehnten  Jahrhunderte ­
  an,  ist  auf  Papier  geschrieben  und  enthält  aus  dem  Anfänge
desselben  Jahrhunderts  eine  Menge  Einzelheiten  über  die  damals  sehr
gewerbthätige  Stadt  Iglau.  Dieser  Briefsteller  ist  für  Böhmen  und
Deutsche  geschrieben,  und  zwar  von  einem  aus  der  Iglauer  Schule
verdrängten  Lehrer,  unter  dem  wir  uns  wahrscheinlich  Urban  von
Pochyech  werden  zu  denken  haben.  Neben  einer  Menge  anderer  Dinge
findet  sich  hier  eine  Beschreibung  von  Iglau,  ein  Gedicht  in  lateinischen ­
  gereimten  Strophen  auf  diese  Stadt,  nicht  ohne  Frische  und
Anschaulichkeit  (jetzt  auch  in  einer  Wiener  Handschrift:  Cod.  hihi,
palat.  4953  auf  Bl.  19T b  aufgefunden),  eine  Zusammenstellung  über
symbolische  Bilder,  für  mittelalterliche  Archäologie  beachtenswert!),
und  endlich  ein  glossirtes  lateinisches  Gedicht  auf  einen  zu  Prag
studierenden  Jüngling.
Die  Besitz  Verhältnisse  des  Landes  betreffen  mehrere
Urkunden  der  Jahre  1447  und  1448,  verwahrt  im  Archive  des  Stiftes
Hohenfurt  in  Böhmen,  und  herausgegehen  durch  Mathias  Pangerl  im
Anhänge  des  Bandes  XXIII.  der  Fontes  auf  S.  409  und  410.
Hauptsächlich

Schlesiens
Städtewesen  im  vierzehnten  Jahrhunderte  erläutern:  „Schlesische ­
  Urkunden  zur  Geschichte  der  Juden  im  Mittelalter,  von
Dr.  Ludwig  Oelsner,“  im  Archive,  Band  XXXI.  auf  S.  57  bis  144.  Sie
sind  den  Originalien  des  städtischen  und  Provincial-Archives  zu
Breslau  entnommen  und  enthalten  ausser  Verzeichnissen  über  Besitz
und  Abgaben,  dann  gewaltsamen  Confiscirungen  von  Gütern  der
Juden,  auch  eine  Heihe  landesfürstlicher  Urkunden.  So  von  König
Johann  von  Böhmen,  dessen  Sohn  Karl  Markgraf  von  Mähren  aus
dem  Jahre  1345,  auch  solche  des  Königs  und  Kaisers  Karl  IV.  von
1348,  des  Herzogs  BoleslausII.  von  Schweidnitz,  1367,  der  Herzoginn
Agnes  von  1369  und  1370,  neben  einer  Reihe  von  städtischen
Schutzbriefen  Breslaus  zu  Gunsten  der  Juden  von  1351  bis  1364
und  dergleichen.  Im  Ganzen  40  Urkunden.
            
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