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Th. v. K a r a j a n
Böhmen.
Die Regentengeschiclite dieses Landes hat in der nachfolgenden
Veröffentlichung unseres wirkl. Mitgliedes Jos. Fiedler
einen Zuwachs erhalten, und zwar in der „Correspondenz des Pfalzgrafen
Friedrich V. und seiner Gemahlinn Elisabeth mit Heinrich
Mathias von Thum,“ im Archive, Bd. XXXI, auf den S. 377 his 414-Es
sind dies 40 Briefe aus den Originalen des k. k. geheimen Haus-,
Hof- und Staats-Archivs mitgetheilt und den Jahren 1025 his 1629
angehörig. Sie bilden eine wichtige Ergänzung zu den durch Job.
Christ. Freih. v. Aretin, in den Beiträgen zur Geschichte und Literatur
7, 140 his 209 und 260 bis 278, veröffentlichten 72 Briefen des
Winterkönigs mit dessen Gemahlinn der englischen PrinzessinnElisabeth
und einigen Personen seiner Verwandtschaft und Schwägerschaft.
Sie sind zugleich „der Ausdruck der intimsten Beziehungen
und der innersten Gedanken“ eines Theiles der handelnden Personen
während der ersten Hälfte des dreissigjährigen Krieges.
Der Kirchengeschichte des Landes gewidmet ist vor Allem
das schon erwähnte „Urkundenhuch des Cistercienser-Stiftes B.
Mariae V. zu Hohenfurt in Böhmen, herausgegeben von Mathias
Pangerl,“ in der zweiten Abtheilung der Fontes, Band XXIII. Die
ganze Sammlung mit dem Anhänge enthält 319 Urkunden, dem Stifts-Archive
entnommen. Sie entstammen den Jahren 1259 his 1500 und
betreffen nicht blos das Stift, sondern das südliche Böhmen überhaupt,
wie die südlich und westlich angrenzenden Länder.
Gleichfalls die Kirchengeschichte bereichert ein dreiundfünfzig
Bogen füllender Band, der sechste der zweiten Abtheilung der Fontes,
herausgegeben von unserem correspondirenden Mitgliede Dr. C. Höfler,
als zweiter Theil der „Geschichtschreiber der Husitenhewegung in
Böhmen.“ Mit diesem Bande ist aber die Sammlung noch nicht geschlossen.
Es folgt noch ein dritter Theil derselben, welcher eine ausführliche
Einleitung zum zweiten, dann zahlreiche Nachträge und Berichtigungen,
endlich die nöthigen Register zu allen diesen bringen wird.
Der vorliegende Band enthält ausser einer langen Reihe von
Johannes Hus’ eigenen Schriften eine Menge von Streitschriften seiner
Zeitgenossen religiösen Inhaltes, ein paar Lebensbeschreibungen von