Bericht über die Thätigkeit der historischen Commission etc.
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Der dermalige Abt des Benedictiner-Stiftes zu Altenburg lieferte
unter dem Titel; „Urkunden der Benedictiner-Abtei zum heiligen
Lambert in Altenburg, Niederösterreich, K. 0. M. B., vom Jahre 1144
bis 1522. Gesammelt von Honorius Burger, Abt des Stiftes,“ in der
II. Abtheilung der Fontes im Bde. XXI auf den Seiten 1 bis 440,
nicht weniger als 472 Urkunden, grösstentheils ungedruckt und
aus den Originalen des Stifts-Archives. Den Schluss der Arbeit bilden
ausführliche Register der Personen und Orte.
In demselben Bande der Fontes auf den Seiten 441 bis 753 folgt
eine dem Stoffe nach verwandte Arbeit, nämlich: „Das Nekrologium
des ehemaligen Augustiner-Chorherren-Stiftes St. Pölten. Mitgetheilt
von Dr. Theodor Wiedemann.“ Es ist einer Pergament-Handschrift
der Bibliothek des Clerical-Seminars zu St. Pölten entnommen. Die
ältesten Eintragungen desselben reichen nach dem Herausgeber in’s
zwölfte Jahrhundert, die jüngsten bis in’s sechzehnte herab. Im
Ganzen will der Herausgeber in den Eintragungen fünfzehn verschiedene
Hände erkannt haben. Ausführliche Register nach Namen
und Ständen sind beigegeben.
Als dritter Beitrag zur Kirchengeschichte des Landes, und zwar
zur Geschichte der Besitzungen geistlicher Körperschaften in demselben,
erscheinen vierzehn Urkunden aus den Jahren 1338 bis 1480,
welche Güter des Augustiner-Ohorherren-Stiftes Reichersberg im
Innkreise Österreichs ob der Enns betreffen. Sie stehen im XXIII.
Bande der II. Abtheilung der Fontes, und zwar im Anhänge desselben
auf Seite 393 bis 410 als Zugabe zum Urkundenbuche des Stiftes
Hohenfurt, in dessen Archive die Originale verwahrt werden.
Die Finanzgeschichte des Landes erhielt aus den Quellen
des Finanz-Ministerial-Archives selbst folgende Bereicherung. Im
Archive Bd. XXX. auf den Seiten 1 bis 89 befindet sich nämlich die
Arbeit: „Die Finanzlage Niederösterreichs im sechzehnten Jahrhundert.
Nach handschriftlichen Quellen von Karl Oberleitner.“ Doch
nicht blos das sechzehnte Jahrhundert ist in diesem Beitrag berücksichtigt,
es finden sich in ihm auch folgende Zusammenstellungen
zur Finanzgeschichte des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts.
So der „Ausweis über die Kirchenschütze und Weinvorräthe der Klöster
im Jahre 1703; die Übersicht der einpercentigen Rente der
Abteien und Klöster in den Jahren 1542, 1635, 1701 und 1753;
die Übersicht der Gülten inländischer und fremder geistlicher Orden