Full text: Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 20. Band, (Jahrgang 1856)

Notizen aus der Geschichte der chinesischen Reiche etc. 
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Die Gegenstände welche in den Vorratllshäusern des Fürsten 
von Tsi aufgespeiehert liegen, gehen häufig zu Grunde, während er die 
Greise seines Reiches weder mit Reis noch mit Kleidungsstoflen 
betheilt. Die dreierlei Greise sind nach Einigen die Personen des 
hohen, des mittleren und niederen Alters, nach Anderen sind es die 
Greise aus dem Stande der Ackersleute, der Handwerker und Kaufleute. 
„Auf den Märkten des Reichs sind die gewöhnlichen Schuhe 
wohlfeil, die Schuhe für Menschen ohne Füsse sind theuer.“ 
Den Namen Yung, ursprünglich „hüpfen“, führte damals 
in Tsi eine besondere Art Schuhe zum Gebrauche für Personen, 
denen zur Strafe die Füsse abgeschnitten worden waren. Dass diese 
Schuhe im Preise hochstanden, war ein Zeichen, dass es damals in 
Tsi viele Menschen gab, welche diese Strafe erlitten hatten. 
„Die Menschen des Volkes sind voll von Schmerz, und jenes 
lindert vielleicht ihren Schmerz.“ 
Das Volk erwartet Linderung seiner Schmerzen von dem Ge- 
schlechte Tschin. 
„Sie lieben es gleich dem Vater und der Mutter und kehren 
sich ihm zu wie fliessendes Wasser. Sollte es auch nicht gewinnen 
wollen das Volk, wie könnte es diesem ausweichen?“ 
„Khi-pe, Tschhe-ping, Yü-sui und Pe-hi, sie stehen zur Seite 
dem Fürsten Hu. Tai-ki befindet sich bereits in Tsi.“ 
it“3 iS: Khi-pe Tschhe-ping, jjfc Yü-sui und 
Pe-hi waren Ahnherren der Fürsten von Tschin. Fürst 
i*ij:j Hu gehörte zu den Nachkommen dieser vier Männer und war 
der erste Landesherr des Reiches Tschin. Tai-ki ist die 
Tochter des Königs Wu von Tscheu und Gemahlinn des Fürsten Hu. 
Ngan-ying meint, die gegenwärtige Dynastie Tsi werde zu Grunde 
gehen und das Geschlecht Tschin an ihrer Stelle das Reich Tsi 
beherrschen. Die vier genannten Ahnherren von Tschin stehen ihrem 
Abkömmling, dem ersten Landesherrn von Tschin helfend zur Seite, 
und der Geist der Fiirstinn Tai-ki befinde sich bereits in Tsi. 
„Scho-hiang sprach: Es ist wahr. Für das Haus unseres eigenen 
Fürsten ist jetzt ebenfalls das letzte Geschlechtsalter.“ 
„An die Streitwagen werden keine Pferde gespannt. Die Reichs 
minister haben nichts zu tliun bei den Heeren.“
	        
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