(W Commissiou fiir Heraiisguhe iler lat. Kirchenväter.
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nicht immer zuverlässigen Nachweisungen überflüssig machten. Das
sorgfältig ausgearbeitete Verzeichniss dieser Handschriften wird gleichfalls
in den akademischen Sitzungsberichten veröffentlicht werden.
Ferner ist von den auf der Hof- und Staatsbibliothek zu München
befindlichen Kirchenväter-Handschriften ein vorläufiges Verzeichniss
angelegt worden, auf dessen Grundlage zu einer genauenBesehreibung
und kritischen Würdigung der ältesten und werthvollsten unter
ihnen geschritten werden wird, eine Arbeit, welche der Director der
Bibliothek Prof. Halm übernommen hat.
Zum Behüte dieser handschriftlichen Untersuchungen schien
es nothwendig ein praktisches Hilfsmittel zu schaffen, welches die
Sicherstellung, ob und wo die in den Handschriften begegnenden
patristiscben Schriften ediert seien, in jedem einzelnen Falle rasch
und leicht ermöglichte. Aus diesem Gesichtspuncte wurde unter der
Leitung des Prof. Halm von dem Hofhibliotliekssecretär Dr. Aumer
in München ein alphabetisch geordnetes Verzeichniss der Anfänge
aller gedruckten Schriften sowie der einzelnen Bücher grösserer
Werke der Kirchenväter bis auf Alcuin und Beda herab angelegt
und zu jedem Initium meist nach Migne's Cursus patrologiae, oder
wo zugänglichere Editionen vorhanden waren, nach diesen, der Fundort
bezeichnet. Diese auf Kosten der kais. Akademie gedruckten
Initia librorum patrum latinorum (Vindobonae 1865, Gerold) wurden,
da ihre Nützlichkeit auch für andere, insbesondere bibliothekarische
Zwecke, einleuchtete, auch durch den Buchhandel verbreitet.
Ausser diesen auf statistische Übersicht des vorhandenen handschriftlichen
Materials gerichteten Arbeiten wurden ferner von einer
Anzahl von Handschriften, deren kritischer Werth durch hohes Alter
oder sonstige besondere Umstände verbürgt ist, auf Kosten der
kais. Akademie Collationen besorgt, wie von dem Cod. Bononiensis des
Lactairtius, von Palatinisclien codd. des Sulpicius Severus, kleinerer
Schriften des Augustinus, dem cod. Sessorianus des Augustinus de
genesi ad litteram u. a.
Endlich hat es die Commission sich angelegen sein lassen, namhafte
Gelehrte für die Mitwirkung bei der Herausgabe des neuen
Corpus zu gewinnen, so dass die Bearbeitung mehrerer der wichtigsten
Kirchenschriftsteller auch nach dieser Seite bereits gesichert erscheint
und zum Theil in nahe Aussicht gestellt ist.
Silzb. (1. pliil.-liist. CI. XMX. IM. III. Hit.
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