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Phillips
Schulden hätten kommen lassen, namentlich aber habe die schreckliche
und unerhörte an dem aquitanischen Bischof Johannes in der Gascogne
verübte Mordthat 2 (Johanne — inhoneste et inaudite mordridato
—) die Bischöfe dringend daran gemahnt, gemeinsame Bestimmungen
zum Schutze des geistlichen Standes zu treffen. Demgemäss
hätten die zu Diedenhofen versammelten Väter den Beschluss gefasst,
sich bittend an das Ohr „des Fürsten“ zu wenden, und es ihm zu
überlassen, zu entscheiden, ob dergleichen Übelthäter mit den kirchlichen
Strafen belegt oder ob ihnen, gemäss der Capitularien der früheren
Könige, die Redemtion durch Compositionen gestattet werden
solle 3 . Es folgen dann vier Capitel, in welchen, je nachdem die Beleidigungen
an Subdiakonen, Diakonen, Presbytern oder Bischöfen
ausgeübt wurden und je nachdem der Beleidigte in Folge dessen gestorben
ist oder nicht, bestimmt wird, wie viel der Übelthäter an
Fasten und Geldzahlungen über sich nehmen solle. Auf die Anfrage
Aistulf's, ob diese Bestimmungen von „den Fürsten“ und ihren Getreuen
gebilligt würden, wurde das Gesetz sowohl von „den Fürsten“
als auch von allen Übrigen gebilligt und unterschrieben. Hieran reiht
sich dann als dazu gehörig ein anderes Capitulare mit der Überschrift
Capitulum aecclesiasticum apud Theodonis viltam a Karolo
magno et Ludovico etprimis Galliae conlaudatum et subscriptum".
In diesem sprechen nun ihrerseits „die Fürsten“ und sagen: „Es hat
Uns und Unsern Getreuen gefallen, dass, wie Wir von den Bischöfen
und den übrigen Priestern und Dienern Gottes im andern Jahre zu
2 ) Bin t er im, Geschichte der deutschen Concilien Bd. 3. S. 184 versetzt dieses
Ereigniss in das Jahr 821; wohl weil in diesem Jahre die Reichsversammlung zu
Diedenhofen stattfand.
8 ) P e r tz 1. c. p. 5: decretum est ut communi consensu et humili devotione supplicarent
auribus principis, si suae pietati complaceret, ut calumnia in Christi sacerdotes
peracta iuxta synodalia determinaretur pleniter statuta, hoc idem episcoporum iudicio
placeret, si ex toto secundum potestatem ipsorum possit definiri, id est,
ut canonica feriantur sententia, hi videlicet qui timorem Domini postponentes, in
ministros suos crassare praesumunt. Quod si vero pietati illius complaceret, iuxta
capitula regum praecedentium, ubi eorum provisio misericorditer in offensis pecuniae
quantitatem interposuit, pro levigatione scilicet poenitentiae placuit, ut praefatae res
per pecuniam ab imperatoribus et a sibi sacerdotibus ad defensionem concessam et
per poenitatiam determinentur episcoporum iuditio, si pietas illius conlaudare voluerit,
sic deflniri eis complacuit. Vergl. Beilage F.
*) P ert z 1. c. p. 6.