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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

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Phillips

scheiden,  von  denen  die  eine  durch  Cod.  Brix.  Cocl.  Vindob.
jur.  can.  99.  Codd.  Frising.  41  und  43  gebildet  wird,  wogegen  die
andere  folgende,  wohl  sämmtlich  dem  eilften  Jahrhunderte  ungehörigen ­
  Handschriften  umfasst:  Cod.  Vatic.  6209,  Cod.  Därmst. 5 ,  (olim
Colon.  124),  Cod.  Salisb.  S.  Petri  VIII.  7°  und  Cod.  Salisb.
S.  Petri  VIII.  32 7 ,  Cod.  S.  Emmer.  628,  (Cod.  Monac.  lat.  14628) 8 ,
Cod.  August.  133,  (Cod.  Monac.  lat.  3833)  9  und  Cod.  Diess.  41,
(Cod.  Mon.  lat.  3341)  «>;  daneben  finden  sich  auch  in  dem  vorhin
erwähnten  Cod.Frising.  41  einige  solcher  Extravaganten.  Unter  diesen ­
  Handschriften  verdient  nun  aber  die  des  Klosters  Diessen,  welche
schon  mehrmals  wegen  der  interessanten  Aufschlüsse,  welche  sie
gibt,  hervorgehoben  ist,  um  ihrer  besonderen  Wichtigkeit  willen,  eine
nähere  Berücksichtigung.  Der  Cod.  Diess.  enthält  nämlich  11  ausser
den  unter  andern  zerstreut  vorkommenden  einzelnen  Triburiensischen
Canones  eine  leider  unvollständige  Sammlung  solcher  Canones,  die
sämmtlich  zu  denen  gehören,  welche  sich  nicht  in  der  Vulgata  befinden. ­
  Diese  Collectio  Diessensis  bildet  demnach  eine  für  sich  bestehende ­
  Classe,  die  hier  als  zweite  zwischen  jene  beiden  andern  in  die
Mitte  gestellt  werden  möge;  da  aber  dieselbe  aus  der  nämlichen
Quelle  geschöpft  hat,  aus  welcher  die  Triburiensischen  Canones  der
Darmstädter  Handschrift  hervorgegangen  sind,  so  lässt  sich  in  gewisser ­
  Weise  auch  die  letztere  in  diese  Classe  stellen.

5 )  Über  diese  Handschrift  s.  Wasserschieben,  Beiträge  S.  20  u.  ff.
6 )  Derselbe  ist  in  den  Sitzungsberichten  Bd.  44,  S.  437  ausführlich  beschrieben.
7 )  Ein  Codex  von  nicht  so  schöner  Schrift,  wie  der  andere  im  Texte  erwähnte  Salzburger ­
  ;  er  ist  vielleicht  auch  erst  in  den  Anfang  des  zwölften  Jahrhunderts  zu
setzen.  Derselbe  enthält  ein  Gemengsel  von  echten  und  falschen  Decretalen  und  Concilienschlüssen.

8 )  Ein  wohlgeschriebener  und  wohlerhaltener  Codex  in  Gross-Quart  oder  Klein-Folio,
in  welchem  auch  Decretalen  und  Concilienschlüsse  an  einander  gereiht  sind;  mit
fol.  17  a  beginnen  diejenigen  Quellen,  welche  vorzugsweise  der  karolingischen  Zeit
angehören.
9 )  Dieser  Codex  zum  grossen  Theil  eine  Abschrift  von  Cod.  August.  131  ist  in  Verbindung ­
  mit  diesem  beschrieben  von  Pertz  M.  G.  H.  Tom.  111.  Praef.  XXI.  p.  2G6,
Nr.  2,  b.  und  von  Kunstmann,  Die  lateinischen  Pönitentialbiicher  der  Angelsachsen. ­

10 )  Ein  Codex  in  Octav,  welcher  ausser  anderen  theologischen  Sachen  verschiedene
Canonensammlungen  enthält.  S.  unten  X.
41 )  Cod.  Diess.  fol.  103.  a  und  fol.  109.  —
            
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