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Phillips
Alle diese Bischöfe lassen sich als Zeitgenossen nachweisen; am
längsten nahmen Wigbert von Hildesheim, der auf dem Concilium
eine hervorragende Rolle spielte, und Dedo von Verdun ihre bischöflichen
Sitze ein, die sie im Jahre 880 bestiegen hatten, während
Tuto von Regensburg und Sigmund von Halberstadt erst im Jahre
vor der Synode von Tribur zur Intel gelangt waren; Tuto überlebte
alle seine dermaligen Collegen auf dem Concilium, indem er erst im
Jahre 938 das Zeitliche segnete und somit noch den grössten Theil
der Regierung Heinrich’s des Sachsen erlebte.
Trotzdem nun, dass die genannten Codices die Zahl der Bischöfe
im Widerspruche mit Regino nur auf zweiundzwanzig angeben,
findet dennoch die Angabe des Letzteren eine überraschende
Bestätigung durch eine bisher in dieser Richtung noch nicht benützte
Handschrift, welche dem ehemaligen Kloster Di essen angehört hat
und sich jetzt auf der königlichen Hof- und Staatsbibliothek zu München
befindet. Der genannte Codex weicht darin von jener Aufzählung
ah, dass er nicht nur die Namen jener Bischöfe in einer andern
Reihenfolge gibt, sondern dass er auch noch die von vier andern Bischöfen
enthält 15 , welche somit die von Regino angegebene Zahl bestätigen.
Diese vier Bischöfe, welche allen jenen andern im Alter des
Episkopates vorangehen, sind folgende;
Wigbert von Verden (87(5),
Wolfhelm von Münster (873),
Wodebald von Deventer (8(56),
Franco von Tongern (839).
Die drei zuletzt Genannten erschienen auch im Jahre 887 auf
einem Provincialconcilium zu Cöln <° und zwar wird Wolfhelm in den
gedruckten Acten desselben Wulfelinus, Wodebald aber Odilhald genannt.
Letzterer wird hier als Bischof von Utrecht bezeichnet, und
wenn ihm dort Deventer als Diöcese zugeschrieben wird, so mag dieser
in dem Sprengel von Utrecht belegene Ort damals seine Residenz
gewesen sein. Franco übertrilTt an Alter im Episkopate alle Übrigen,
denn schon im Jahre 839 kommt er als Bischof vor 17 , welche Würde
er bis zum Jahre 903 bekleidete; er wurde neben seiner langen
15 ) C o d. D i ess. 41. fol. 104.
16 ) Harzheim 1. c. p. 3G3. sqq.
17 ) Conc. Tüll. ann. 8ä9 (hei Harzheim 1. c. p. 178)