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Dr. Fr. Müller
entstand zunächst aus der aramäischen, indem der von unten nach
oben führende Seitenstrich mit den beiden an denselben gelehnten
Horizontalstrichen in Eins zusammenschmolz.
A
Die himjarischen Inschriften bieten die Form <\; in den äthiopischen
Inschriften erscheint der linke Schenkel hinabgezogen und
dem rechten gleich lang gebildet (vgl. Ähnliches beim griechischem
M und ü). Daraus entstand die heutige äthiopische Form A.
Das liimjarische ^ schliesst sich vollkommen an altsemitisches
V L. nur dass die Figur desselben hier umgedreht erscheint.
Die himjarischen Inschriften bieten l P; in den äthiopischen
Inschriften erscheint es umgedreht in der Form von ch; welches
auch der heutigen äthiopischen Form entspricht. Damit zu vergleichen
ist altsemitisches g, wovon in der himjarisch-äthiopischen
Form der eine Seitenstrich abgefallen erscheint.
CF>
In den himjarischen Inschriften kommt dafür die Form oder
3 vor. Die älteren äthiopischen Inschriften bieten die Form 3, die
jüngeren hingegen woraus die heutige äthiopische Form hervorgegangen.
Zu vergleichen mit unserem (denn dies dürfte seine
ursprüngliche Form sein) ist das altsemitische wy, dessen Seitenstrich
in der himjarisch-äthiopischen Form abgefallen erscheint.
4
In den himjarischen Inschriften finden wir dafür die Form /
oder 5 , in den älteren äthiopischen Inschriften ^ , in den jüngeren
die umgedrehte Form . Mit ''j stimmt altsemitisches H> *) vollkommen
überein. Das Umdrehen der Form im Äthiopischen scheint
deswegen eingetreten zu sein, damit der Buchstabe nicht mit dem
ähnlichen *2 verwechselt werde.
l’l
Die himjarischen Inschriften bieten dafür die Form fL,, in den
äthiopischen Inschriften kommt dafür fi, mit verkürztem oberen
senkrechten Striche vor. Aus den altsemitischen Alphabeten kommt
der äthiopisch-himjarischen Form das palmyrenische 3 am nächsten.