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Dr. Fr. Müller
der hebräischen Sprache und Schrift, S. 138), später aber gab er
sie auf und entschied sich für den echt semitischen Ursprung derselben
(Eneyclopiidie von Ersch und Grub er. Tom. II, S. 112).
Kopp (Bilder und Schriften der Vorzeit. II. 344 ff.) kam, wie es
scheint unabhängig von Gesenius, zu derselben Ansicht, welche
er ausführlicher als sein Vorgänger darlegte und begründete. Diese
Ansicht wurde später von Gesenius (Scripturae linguneque
Phoeniciae monumenta pag. 85) durch Herbeiziehung der himjarischen
Schrift bestätigt und über allen Zweifel erhoben.
Die Himjariten bedienten sich, nach Überlieferung der arabischen
Schriftsteller (vgl. Zeitschrift für Kunde d. Morgenl. I,
S. 332 und Zeitschrift der deutschen morgenl. Gesellschaft X, S. 30)
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einer Schriftart, welche von denselben Musnad (Jl-«) genannt
wird. Dieser Ausdruck ist einfach als „gestützte Schrift“ zu übersetzen
(Rüdiger in Zeitschrift f. Kunde d. Morgenl. I, S. 340),
nicht aber als „indische Schrift“ wie es Lepsius (Zwei sprachvergleichende
Abhandlungen, S. 78) und vor ihm schon Bohlen
(Comm. zur Genesis, S. 125) thut. Denn „indisch“ lautet im Arabi-£
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sehen (vgl. Tarafah Muallaqah 79 und Antarah Muallaqah 55)
oder ijXb (Rüdiger ebend. S. 339), abgeleitet von , dem
einzigen bei den Semiten zur Bezeichnung Indiens gebrauchten und
durch Vermittlung der nachbarlichen Eränier (altind. altb.
^^Jey) zu ihnen gelangten Ausdrucke (vgl. Kuhn’s Zeitschrift für
vergl. Sprachforschung X, S. 267). Damit fallen auch alle Hypothesen,
welche sich auf den gebrauchten Ausdruck hin aufbauen
lassen, von selbst weg.
Diese himjarische Musnad-Schrift stimmt aber mit der äthiopischen
Schrift, besonders der auf den älteren Denkmälern gebrauchten,
vollkommen überein. Wir müssen daher für beide Schriften
einen gemeinsamen Ursprung annehmen.
Dass die himjarische Schrift von der äthiopischen abgeleitet
sei, ist im vorhinein anzunehmen unmüglich, da einerseits die
himjarischen Schriftmouumente die äthiopischen an Alter bedeutend
übertreffen, andererseits der Charakter der himjarischen
Schrift gegenüber der äthiopischen sich alterthümlicher erweist.
Es ist also schon deswegen der etwaige Glaube an den griechischen