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Tomaschek
was uelle, peen oder ander gereclitikait yns als ainem Römischen
kunig durch recht oder gewonheit desselben vnseres
hofgerichtes zusteen vnd gepuren sullen, die sol er vns anbringen
vnd mit fleysz daran sein, daz die zu vnsern banden inpracht, vns
geraichet vnd verraitt werden vnd der warten, daz der obgenant
vnser hofrichter vnserm boffgericht dester pass vorgeseyn mag“. Davon
sollen ihm jährlich 1000 fl. rh. zufallen, und wenn die Einkünfte des
Hofgerichtes für diese Summe nicht zureichen, wolle er sie ihm
ergänzen.
Wenn der Hofrichter durch wichtige Gründe verhindert war,
den Vorsitz am Hofgerichte zu führen, so konnte er einen Stellvertreter
bestellen, jedoch nur aus seinen Genossen und nur nach vorläufiger
Anzeige und nach Bewilligung des Königs. So heisst es bei
der Bestellung des Grafen von Neunar zum Hofrichter (Chmel. Reg.
Fr. n. 343) „also, daz er nur furbas dasselb vnser hofgericht
besiczen, halten, vnd das in seinem abwesem, ob er von ec h afft er
sach wegen zu Zeiten dabey nicht gegenwärtig sein mocht, mit
sein genossen beseczen sol und mag als recht ist, doch mit
vnserm wissen und willen“. Bei dieser Urkunde (Reg. b. K. Fr.
0. 83 v) wird auch das Jurament des Hofrichters mitgetheilt:
Item des hofrichters Jurament. Als Ew vnser her der Römisch
kunig zu.seinem hofrichter aulgenomen hat, also werdet Ir im geloben
vnd sweren, das Ir dasselb hofgericht trewlich jnn habet und verweset,
gerecht rieht richtet, menikleich dem armen als, dem reichen vnd darjn
nicht ansehet weder freuntschafft noch veintschafft, lieb noch laid,
myct noch gäbe noch dheindley ander Sachen, die rechtes gericht
wenden mochten, vngeuerleich, sunder und alles handelt und tut.
das in dem beuelhnussbriefe Ew über dasselb hoffgericht gegeben
begriffen ist auch treulich und an geuerde. •— Ganz übereinstimmend
mit dem Eid des Hofrichters nach der const. Mog. v, J. 1233: Et
idem iurabit, quod nichil accipiet pro juditio, quod nec amore nec
odio, nec prece nec precio, nec timore nec gracia, hec alia quaemnque
de causa, iudicabit aliter quam iustum sciat vel credat secundum
conscienciam suam, bona fide fine omni l'raude et dolo.
II. Die Ur t heil sspre eher. Über diese enthält jene Urkunde
n) 1. folgende Bestimmung: Der Hofrichter soll bei sich zwölf
Ritter haben, die getreulich und fromm sind, und die insgesammt
wissend sein sollen, damit das Hofgericht vollführt werde.