I>ie höchste Gerichtsbarkeit des deutschen Königs u. Reiches. 5GS
aussen hin das höchste Gericht des Königs und des Reiches repräsentiren
sollte, konnten für das Ansehen desselben nicht gleichgiltig
sein: schon die const. Mog. hatte gefordert, dass er probatae fidei et
opinionis honestae sei, und K. Sigismund bestellt den Landgrafen
Johann von Lupfen durch fromkeit und redlicher Vernunft willen, die
wir an dem edeln u. s. w. vnserm rate vnd lieben gelrucn erfunden
haben (Urk. von 1418, 18. September Reg. b. K. Sigm.). K. Friedrich
IV, den Grafen Gumbrecht zu Newnar wegen seiner „vernufft
und redlickeit auch stete getrewe dinst, die er uns und dem heiligen
Rieh vnuerdrossenlieh getan hat“ (Chmel. Reg. Fr. n. 343).
Im Nachfolgenden führen wir die von Franklin bis z. J. 1398
zusammengestellte und in der Note 3 ) für die Regierungszeit K.
Wenzel’s ergänzte Reihe der Hofrichter bis zum Ende des Hofgerichtes
fort.
a) Unter K. R u p r e c h t:
1. Engelhard, Herr zu Winsperg, 1401. 1404. (Chmel.
reg. Rup. n, 89, 1343), 1403, 1406, 1407 (Blum, S. 29).
2. Johann Pfalzgraf vom Rhein 1407 (Lünig R. a. XIV.
12, Blum).
3. Johann Graf von Wertheim 1409 (30. Sept. Chmel. d.
Reg. Rup. n. 2810), 1410 (Wölkern hist. Nov. dipl. p. 328).
4. Engelhard, Herr zu Weinsberg 1408 (Blum) 1410.
b) Unter K. Sigismund.
1. Günther, Graf von Schwarzburg 1413 (Hofg.-Urth.
hei Senckenberg von der k. h. Ger. in c. S. 103 n. XLII) 1417, 1418
(Nota vom 23. Febr.). Nach dessen Tode.
2. Graf Johann von Lupfen, Landgrafzu Stülingen,
Herr zu Hohenack 1418 (4. Juni. 18. Sept. Reg. h. K. Sig.
Gehalt 1500 fl. rh. jährlich), 1420, 1421 (5. Juni), 1422, 1423
(II. Jänner) 1426 (14. Sept.) <).
0 Nach Eberhard Windeck c. 83. bei Mencken S. 1182 wurde er im .1. 1424 von K.
Sigmund abgesetzt. Vnd also uorriam der König, das der graff Hans von Luppfen
dem pfalzgraffen gehoKTen hette, do wart der römisch König zornig und sprach
vberlut: hüte n einen wir dem von Luppfen dasHofgerichter ampt,
vnd sol vnser vnd des reiches Iloffrichter nit me sein, wenn ir wider vnser gepot
vnd brieffe geton hat. Vnd nain das sigel, das zu dem Iloffgericht gehöret, das hat
ein Hofschreiber ynnen, der hisse Peter Wacker, vnd der König te dinget also iu
vil Sachen, die er zu schaffen hat. Also beschyde der König ydermon zu körnen