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T o masc h e k
und Tischgenosse, 147! !). Juli (n. (>343) Bartolomaeus Cepola,
J. U. Dr. als k. Rath u. s. w.
Das Fürsteiigericht.
Es ist ein Hauptgrundsatz im deutschen Rechtsgange, an dem
von Alters her festgehalten wurde, dass nur der „evenhurdiclie“
(Ssp. II. 12. § 2), der Genosse (haus oder übergenosse. Österr.
Lande. Meiller. II. Rec. Art 8) über einen Andern Urtheil finden
konnte. Dieser Grundsatz galt sowohl im Land- als auch im Lehnrechte.
So durfte auch über die Fürsten nur der König richten, und
das Urtheil nur durch ihre Genossen gefunden werden. „Over der
vorsten lif unde ire gesunt ne mut nernan richtere sein, wan die
Koning“, sagt der Ssp. III. 55, § 1, und hei der Errichtung des k.
Holgerichtes durch K. Friedrich II. im J. 1235 wurden die Fürsten
und ihre causae maximae von der Competenz desselben ausdrücklich
ausgeschlossen!).
So wie in früherer Zeit, so wurde dieser Grundsatz auch im XV.
Jahrhundert festgehalten, und die Fürsten seihst wachten eifersüchtig
über die strenge Aufrechthaltung ihres althergebrachten Vorrechtes
nur vor ihren Genossen im Fürstengerichte zu Recht zu stehen. Dies
schloss jedoch nicht aus, dass der König seine Richtergewalt kraft
seiner gerichtsherrlichen Vollgewalt auch zuweilen auf andere Personen
übertrug. Nur mussten dann sowohl der Richter als die Urtheilsfiruler
Standesgenossen der Fürsten sein 2 ). Dieser durch ein
ausdrückliches specielles Mandat zur Stellvertretung des Königs
beauftragte Mann konnte unter dieser Voraussetzung auch der Hofrichter
s) sein, dessen Aufgabe es sodann war, das Gericht mit den
*) . . . praeter quam de p r i n c i p i b u s et a 1 i i s p e r s o n i s s u b 1 i in i b u s in causis
quae tangunt personas, ius, honorem, feoda, proprietatem vel hereditatem eorundem
et nisi de causis maximis, praedictorum enirn discussionem et iudicium
nostre celsitudini reservamus, sagt die Constitutio Moguntina, und der C-od. ßas.
übersetzt diese Stelle so one fürsten und ander hohe lute, wann gat an ir lip
oder an i r r e c h t o d e r a n irere und von andern hohen Sachen, die wellen
wir selbe richten. Damit stimmen auch die Landfrieden K. Rudolfs und Albrechl’s I.
v. 1281. 87. 98 überein (Pertz II. 4315, 39, 51).
') Siehe Franklin. De J. c. J. S. 30 ff.
3 ) Oder später der Kammerrichter. Siehe auch Franklin a. a. 0. (S. 48, Nota 16).