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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

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K  y  i  e  a  I  a

Prom.  681  änpoooöxriTos  d'  avrdv  aipviStog  fxopog.  Agam.  112  oiowüv
ßaadsvg  ßaaileOai  vscSv,  6  xslaivog,  5  r  iigömv  apyiag  (ccp^ta?,  eine
Weiterbildung  von  apyög,  wird  geschützt  durch  die  Analogie  von  ipu-•Spiccg,
  oy/jAag  und  zahlreiche  Eigennamen,  die  von  Adjectiven  abgeleitet ­
  sind,  wie  ’AyaSiag,  ’ApiGTiocg,  Aiivtag,  K/Ucvt’a?  u.  a.).  Sopli.
0.  C.  125  kyy&piog  Ant.  815  Emvvp.'p'ichog.  Eur.  Plioen.  183  xspauviäv
te  <püg  aiSocXösv,  oi>  toi  (ein  Dochmienpaar).  Ion  296  rip.d  o<pE  116-Siog
  äaTpanad  te  Hü^tat  (dass  das  erstemal  t  mit  Verschleifung  zu
lesen  ist,  während  es  das  anderemal  die  gewöhnliche  Geltung  hat,  ist
um  nichts  auffallender  als  eine  andere  Freiheit,  die  sich  die  Dichter
zuweilen  gestatten,  indem  sie  nämlich  eine  und  dieselbe  Sylbe  desselben ­
  Wortes  nach  einander  einmal  kurz,  einmal  lang  gebrauchen).
Backch.  989  nspi  acc,  Bflbc^i’,  öpyia  p.arpög  te  oäg  (so  nach  Scaliger’s
  höchst  wahrscheinlicher  Emendation;  die  Handschrift  hat  nspi
ßdxyj').  Ausser  diesen  Belegen  werden  sich  sicherlich  bei  den  Tragikern ­
  noch  andere  finden  lassen  i).
Für  die  Zulässigkeit  der  Verschleifung  des  i  mitdem  folgenden  Vocal
  im  Inlaut  spricht  auch  der  Umstand,  dass  auch  im  Anlautzuweilen
*)  Freilich  darf  man  nicht  so  weit  gehen,  wie  Paley,  der  die  an  sich  richtige  Ansicht,
dass  i  zuweilen  für  j  und  v  für  F  genommen  werden  müsse,  ungebührlich  ausgebeutet. ­
  So  stellt  er  (zu  Bakch.  261)  die  seltsame  Ansicht  auf:  „In  Aesch.  Ch.  1
ySovis  xrX.,  it  is  more  than  probable  that  the  latter  word  was  pronounced
  as  an  iambus,  the  i  having  sometimes  the  power  of  j  or  y,  one  of  the  effects
of  which  must  have  been  to  convert  ye  or  yä  into  ey  or  äy“.  Und  zu  Suppl.  1196
cv  cp  de  r£p.vsiv  ypv)  Gfpcrjvx  <7 5  axo*j£  p.ov  nimmt  er  aipa^ia  als  Jambus:  „There
is  reason  to  believe  that  words  of  this  termination  liad  the  metrical  power  of  a
long  syllable,  i.  e.  that  f7<pa*yia  was  pronounced  as  an  iambus,  as  oupavia  =  ovpavca
  (sic!)  Oed.  R.  301.  Tro.  1088.  £svia  =  £lvai  Ag.  1368  etc.“  Ein  solches
Umspringen  des  t  (j)  ist  schlechterdings  unmöglich.  Die  griechische  Lautlehre
zeigt  uns  wohl  unzählige  Beispiele  von  dem  Eindringen  des  j  in  eine  andere  Sylbe;
aber  immer  ist  es  die  vorhergehende  Sylbe,  in  welche  das  j  eindringt,  wie
z.  B.  aus  <p5spjw,  «pavjoj,  pi£Xavja  geworden  ist  <p3£ipw,  <patvo>,  piXaiva.  Von
einem  Umspringen  des  j  in  die  folgende  Sylbe  gibt  nicht  einmal  die  Lautlehre
einen  Beleg.  Was  eine  andere  Bemerkung  Paley’s  betrifft,  derzufolge  durch  die
Annahme,  i—  j,  viele  Anapästen  aus  dem  jambischen  Trimeter  entfernt  und  durch
Spondeen  ersetzt  würden  (zu  El.  314  f.  „it  is  probable  that  neither  <t>pvyioiGLV
nor  ’AffiaTifos  is  to  be  scanned  as  an  anapaestic  foot,  but  that  the  i  in  both  was
pronounced  as  our  y“),  so  ist  die  Annahme  der  Aussprache  «Ppu'yjoiö’iv,  ’Aojari-0££
  nicht  gerade  unmöglich,  aber  sie  lässt  sich  nicht  beweisen.  Dasselbe  gilt  von
M  a  u  rophryde  s’  Annahme  (Kuhn’s  Ztschft.  VII,  144),  der  Eigenname  ’loXao?
sei  bei  Eur.  Heracl.  30.  237.  647.  843  jdXaos  zu  lesen.
            
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