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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

Beiträge  zur  Kritik  und  Erklärung  des  Sophokles.

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Indicativ  des  Perfects  finden  sieh  Beispiele,  die  das  aoristisclie  Moment
deutlich  hervortreten  lassen,  was  namentlich  dann  der  Fall  ist,  wenn
zu  dem  Perfectum  ein  Zeitadverb  der  Vergangenheit,  z.  B.  ndkai,
npooSe,  äprt,  dpriojg  hinzutritt.  Vgl.  Ant.  1282  yvvn  riSvnxev  ■  ■  ■
äpn.  Trach.  1130  reSvwEv  dpriug  veoofayng.  Wäre  das  Perfectum
nicht  als  geeignet  gefühlt  worden,  auch  das  aoristisclie  Moment  auszudrücken, ­
  so  wäre  die  Verbindung  mit  dun,  äpriw?  nicht  möglich
gewesen.  Vgl.  noch  als  Beweis  für  die  Berührung  des  Perfects  und
Aorists  El.  673  ff.  reSvrr/.’  ’Opeorr/g  und  darauf  Sruvovr'  ’Opearnv
vöv  re  y.ai  r.akc/.i  \iytx>,  und  o/ojita  rjjcT  ev  f/pepa,  worauf  diutikipxiv
dvorrjvog  folgt.  Sonach  sind  wir  an  unserer  Stelle  berechtigt,  bei
reSvYixev  (zumal  wegen  na/.ai)  aucli  eSave  vorauszusetzen,  und  auf
diesen  durch  das  in  riSvrr/.ev  involvirte  eSave  bezeichneten  Zeitpunct
den  abhängigen  Satz  üare  roig  Savovaiv  dxpelelv  zu  beziehen.  Dieser
Zeitpunct,  in  welchem  das  eSave  eintrat  (und  seit  welchem  ri  4 >u yj>
re-SvrjxEv),  ist  nicht  der,  in  welchem  Kreon's  Todesspruch  erfolgte
(wie  Schneidewin  meint),  sondern  schon  der,  in  welchem  Antigone
den  Entschluss  fasste,  den  Polyneikes  zu  bestatten;  denn  mit  diesem
Entschlüsse  fand  zugleich  eAeaSai  rö  xarSaveZv  statt  (wie  sie  333
sagt),  und  diese  Wahl  und  Voraussicht  des  sicheren  Todes  bezeichnet
sie  hier  hyperbolisch  als  schon  wirklich  eingetretenen  Tod.
v.  371  fr.
KP.  xaxdg  iyä>  ywaZxag  uteuv  arvyü.
IS.  (h  fi\rad-’  At/J-cov,  u>g  a'  dripd^ei  Ttarop.
KP.  dyav  ye  XuKsZg  y.ai  tj  y.ai  rö  <7Öv  leyog.
IS.  r)  ydp  arsprioeig  rrjooe  röv  aaurrj  ycvov  ;
KP.  "Aid-og  6  jrauawv  roOtjve  roig  ydp.ovg  eip'j.
IS.  Sedoypiv’,  d>g  eoixe,  rr/vöe  xarSaveiv.
KP.  xai  aoi  ye  xapoi.  p/n  rpißäg  er',  aAAd  viv
xoplter'  eiffw,  opüieg.
Diese  handschriftliche  Personenvertheilung,  welche  auch  durch
die  Scholien  bestätigt  wird,  bat  Böckli  bekämpft,  indem  er  in  nachdrücklicher ­
  und  scharfsinniger  Weise  darzuthun  versuchte,  dass
V.  372  der  Antigone,  V.  S74  und  376  aber  dem  Chor  beigelegt  werden ­
  müsse.  Ich  glaube  die  Richtigkeit  der  handschriftlichen  Überlieferung ­
  beweisen  zu  können,  gestehe,  aber  zugleich  offen,  dass  man.
            
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