Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles.
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Indicativ des Perfects finden sieh Beispiele, die das aoristisclie Moment
deutlich hervortreten lassen, was namentlich dann der Fall ist, wenn
zu dem Perfectum ein Zeitadverb der Vergangenheit, z. B. ndkai,
npooSe, äprt, dpriojg hinzutritt. Vgl. Ant. 1282 yvvn riSvnxev ■ ■ ■
äpn. Trach. 1130 reSvwEv dpriug veoofayng. Wäre das Perfectum
nicht als geeignet gefühlt worden, auch das aoristisclie Moment auszudrücken,
so wäre die Verbindung mit dun, äpriw? nicht möglich
gewesen. Vgl. noch als Beweis für die Berührung des Perfects und
Aorists El. 673 ff. reSvrr/.’ ’Opeorr/g und darauf Sruvovr' ’Opearnv
vöv re y.ai r.akc/.i \iytx>, und o/ojita rjjcT ev f/pepa, worauf diutikipxiv
dvorrjvog folgt. Sonach sind wir an unserer Stelle berechtigt, bei
reSvYixev (zumal wegen na/.ai) aucli eSave vorauszusetzen, und auf
diesen durch das in riSvrr/.ev involvirte eSave bezeichneten Zeitpunct
den abhängigen Satz üare roig Savovaiv dxpelelv zu beziehen. Dieser
Zeitpunct, in welchem das eSave eintrat (und seit welchem ri 4 >u yj>
re-SvrjxEv), ist nicht der, in welchem Kreon's Todesspruch erfolgte
(wie Schneidewin meint), sondern schon der, in welchem Antigone
den Entschluss fasste, den Polyneikes zu bestatten; denn mit diesem
Entschlüsse fand zugleich eAeaSai rö xarSaveZv statt (wie sie 333
sagt), und diese Wahl und Voraussicht des sicheren Todes bezeichnet
sie hier hyperbolisch als schon wirklich eingetretenen Tod.
v. 371 fr.
KP. xaxdg iyä> ywaZxag uteuv arvyü.
IS. (h fi\rad-’ At/J-cov, u>g a' dripd^ei Ttarop.
KP. dyav ye XuKsZg y.ai tj y.ai rö <7Öv leyog.
IS. r) ydp arsprioeig rrjooe röv aaurrj ycvov ;
KP. "Aid-og 6 jrauawv roOtjve roig ydp.ovg eip'j.
IS. Sedoypiv’, d>g eoixe, rr/vöe xarSaveiv.
KP. xai aoi ye xapoi. p/n rpißäg er', aAAd viv
xoplter' eiffw, opüieg.
Diese handschriftliche Personenvertheilung, welche auch durch
die Scholien bestätigt wird, bat Böckli bekämpft, indem er in nachdrücklicher
und scharfsinniger Weise darzuthun versuchte, dass
V. 372 der Antigone, V. S74 und 376 aber dem Chor beigelegt werden
müsse. Ich glaube die Richtigkeit der handschriftlichen Überlieferung
beweisen zu können, gestehe, aber zugleich offen, dass man.