Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles.
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significavit iis verbis, quae posuit. Nam mortuis necessario incipit
utilis esse, qui vivis esse desierit“. Und diese Erklärung nehmen
Sch neide win — Nauck an: „Du lebst (und kannst getrost
leben, weil du noch den Lebenden nützen kannst), mein Leben
aber ist bei den Todten (seit Kreon's Todesspruch erfolgt ist),
so dass ich nur noch für diese Nutzen stiften kann“.
Mit mehr Recht, als Wunder, kann man sich darüber wundern,
dass seine Erklärung von Jemandem gebilligt werden konnte. Was
berechtigt uns denn, das kleine, aber hochwichtige Wörtchen „nur“
einzuschieben? was bat Wunder dazu berechtigt, die Erklärung
üjctts xoXg £cü<7! p.v7X£r' dxpsltiv anzuwenden? Die überlieferten Worte
können für den, der des Scholiasten Erklärung verwirft, doch nur
bedeuten „so dass ich den Todten nütze oder nützen kann“.
Hätte Sophokles seine Worte so aufgefasst wissen wollen, wie sie
Wunder auffasst, er hätte ohne Zweifel fj.ovov oder ein ähnliches
Wort hinzufügen müssen. Und wie sonderbar wäre der Ausspruch
„so dass ich nur noch den Todten nützen kann!“ Wir wollen nicht
untersuchen, ob nach hellenischen Begriffen der Mensch mehr bei
Lebzeiten oder nach seinem Tode roi? SavoOcnv dxpütiv kann; aber
so viel ist sicher, dass nach den Begriffen der Hellenen der Mensch
bei Lebzeiten gar sehr den Gestorbenen nützen kann, nämlich durch
Bestattung, wovon Antigone so eben selbst eine Probe gegeben hat.
Wie befremdend wäre es also, wenn Antigone, welche als Lebende
dem todten Bruder den wichtigsten Dienst, der einem Verstorbenen
überhaupt geleistet werden kann, geleistet hat — wenn Antigone,
sage ich, jetzt den Ausspruch thun sollte „ich kann von nun an nur
den Todten nützen!“
Ohne Zweifel versteht Antigone unter rofs Savoüaiv obfsAslv die
dem Polyneikes erwiesene Wohlthat der Bestattung. Dass dieser Gedanke
dem Zusammenhänge trefflich entspricht, ja geradezu erforderlich
ist, hat auch Dindorf erkannt. Aber erbezweifelt, dass die
Überlieferung diesen Sinn geben könnte. „Id vero non inest verbis ut
scripta in codice leguntur, quae non vivam mortuo profuisse, sed
mortuam mortuo vel prodesse vel profuturam esse Polynici
significant, quod absurdum est“. Deshalb vermutbet er surs toi?
•Savoüffiv oxfiiXovv.
Aber die Überlieferung lässt sich vollkommen rechtfertigen. Es
ist bekannt, dass in der Construction des üaxe mit dem Infinitiv nicht