Beiträge zur Kritik und Erklärung- des Sophokles.
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dige Erklärung dieses Erklärers hat also gelautet osavr-p xctAoö? iöoxät?
<ppovstv, pb GufjLtzpczTTouaa: p.01 (Erklärung des ersten rot?), iyu> di
ipaurp xcdcö? iöoxouv ypovotv rot? ipoTg döyp.a<nv (Erklärung des
zweiten rot?). Die Worte $3 rot? ävöpäatv dagegen gehören einer
zweiten, vom Scholiasten excerpirten Erklärung an, deren Urheber
beidemal rot? als Masculinum nahm und ’öoxouv sowohl als auch das
daraus im ersten Gliede ergänzte iöoxot? in der Bedeutung „scheinen“
auffasste.
Sowie es nun wahrscheinlich ist, dass den Scholien die Leseart
piv rot? zu Grunde liegt, und nicht piv aoi, so scheint auch die corrupte
Überlieferung des Laur. auf piv rot? zurückzugehen. L piv 700,
L'pivrot. Zunächst ist wohl piv rot? in älteren Handschriften, sei es
durch Versehen des Abschreibers, sei es durch Conjectur, in pivrot
verwandelt worden. Im letzteren Falle wäre anzunehmen, dass Jemand
ilie unregelmässige Stellung av piv rot?, rot? d’ iycii (statt rot? pli
06, rot? $' I76Ö) bedenklich fand, an dem allein stehenden rot? Anstoss
nahm und die leichte Änderung pivrot wagen zu können glaubte.
Wahrscheinlich erklärte er sich dabei den Sinn der Stelle in derselben
Weise, wie später Brunck; er ergänzte zu xaAcö? ov pivrot das
Verbum ilsysg und fasste xotXtö? ironisch auf. Ein späterer Kritiker
erkannte die Unmöglichkeit von pivrot und suchte durch die Änderung
psv 7’ oö die Stelle zu heilen; noch andere versuchten andere Änderungen,
die in jüngeren Handschriften sich finden. Während nun
aus piv rot? die Überlieferung des Laur. sich ungezwungen erklärt,
ist das Entstehen derselben unter Voraussetzung der Echtheit von
piv aot nicht leicht erklärlich.
Aber auch in dem Falle, wenn piv aot diplomatisch noch so gut
beglaubigt wäre, müsste man die Überlieferung für corrupt erklären.
Dindorf versucht folgende Erklärung: „rot? di genere masculino
dictum est, ut of? in simili sententia Antigonae v. 89, et post piv aoi
non minus recte infertur quam post rot? piv. . . . Oppositae autem
quas Antigona dicit sententiae hae sunt, altera Ismenae, quae obedientiam
adversus Creontem pietatis officio adversus mortuos potiorem
habet, altera Antigonae, quae contrariam defendit sententiam“. Aber
die Bezeichnung des Polyneikes durch rot? öi wäre geradezu unverständlich:
und der Gegensatz beider Glieder ist kein passender; man
würde vielmehr erwarten xoG.cI)? oö piv aoi, spot d' iydi tppovsiv
ioo'xo'jv.