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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

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K  y  i  e  n  I  a

Ausfüllung  des  Verses,  vlxuv  hinzufügte;  auf  welches  Wort  er  aber
vixuv  bezogen  wissen  wollte,  ist  schwer  zu  sagen;  die  wahrscheinlichste ­
  Annahme  ist  noch  immerhin  die,  dass  er  sieh  des  pleonastischen
  Ausdrucks  .3-avöjv  vixug  erinnerte  und  diesen  auch  hier  anwenden ­
  zu  können  glaubte.
4.  Vor  vixvv  hat  der  Interpolator  höchst  wahrscheinlich  io/ouxtV
geschrieben,  in  der  Meinung,  es  lasse  sich  auch  v/zaSai  in  derselben
Bedeutung  gebrauchen  wie  e^civ  z.  B.  421.  In  der  späteren  Zeit  der
Sprachverschlechterung  tauchten  ja  viele  Media  auf,  die  früher  nicht
gebräuchlich  waren,  z.  B.  dtaxovstm^at,  vnvjperdoStxi,  SepaneOsaSca-Für
  die  Ansicht,  dass  der  Interpolator  loy6p.riv  geschrieben  hat,
spricht  das  Zeugnis  des  Eustathios  p.  S29,  20  rö  di  ävcuj-yiaSau  xod
a'jrö  xa.3-’  avrd  JvaXXdxig  Xrysrai,  töf  xai  iv  rw,  avaayjo  xr]do[j.ivri
mp.  (ppu&rou  di  xai  Iv  caikown  diya  npoSiaiw<;  IV  rs  äXkoig  xai  Iv
tö)  ,  d  röv  £p.rts  fJ-riTpog  •Savövr’  äSanrov  iayopw  •  vj  xat  dXkutg
rjGyöp.r]v  diä  rav  vj,  xarä  rö  £p.dJ,ov  ^dlov  •  dtt'xövouv  dajxövouv.
Gegen  die  Ansicht  von  der  Ursprünglichkeit  des  £oy6)j.r,v  spricht
nichts.  Denn  dass  der  Scholiast  r/va^ö/zr/v  gelesen  habe,  ist  eine
blosse  Vermuthung.  Der  Scholiast  hat  kayoprov  vorgefunden  und  dies
auffallend  gebrauchte  Verbum  durch  die  zwei  Verba  rivsoyjp.w,
Curepüdov  paraphrasirt.
Die  Entstehung  der  corrupten  Überlieferung  des  Laur.  yjiGyöp.r,v
lässt  sich  auf  verschiedene  Art  erklären.  Es  ist  möglich,  dass  r,iayöp.r)v
  aus  v?v!ryöp.nv  verschrieben  ist.  In  diesem  Falle  wäre  anzunehmen ­
  ,  dass  schon  in  älterer  Zeit,  aber  doch  erst  nach  der  Zeit  des
Scholiasten,  Jemand  aus  dem  an  dieser  Stelle  erforderlichen  -nvsGyojjitjv,
  womit  der  Scholiast  la^öjzvjv  erklärt,  des  Metrums  halber  r,vay6-p.r
 t v  machte  und  es  an  die  Stelle  des  anstössigen  iaypp.r,v  setzte,  wie
denn  auch  der  Schreiber  des  Paris.  2712  auf  denselben  Einfall
gerieth.  Möglich  ist  aber  auch,  dass  die  Überlieferung  des  Laur.
eine  Vermischung  von  fjGyopw  (von  welchem  Eustathios  spricht)
und  l<jyöp.Y)v  (welches  die  meisten  Handschriften  haben  und  das  vielleicht ­
  schon  in  älterer  Zeit  als  eine  durch  das  folgende  Imperfeetum
yjXyouv  hervorgerufene  Variante  auftauchte)  ist,  dass  somit  dem
T)
Schreiber  des  Laur.  iG-/op.r>v  vorlag.
Diese  Bedenken  durch  conjecturale  Änderungen  zu  beheben,
wie  z.  B.  üauck  versucht,  ist  man  nicht  berechtigt;  man  muss  viel"
            
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