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diesen Verbindungen einen Schluss auf die Zulässigkeit solcher, wie
z. B. Tiap' ovSiv akyog n äyeiv, nap' £\<xrrov xipoog ri notelaSat,
nap' rjdovrjv n noisiaSai ziehen Zu wollen, wäre eben so gewagt, wie
wenn man z. B. aus den Constructionen noXXoO, puxpoü rt reoisra^at
die Zulässigkeit von noXkrjg rjdovfig rt in dem Sinne „etwas
für ein grosses Vergnügen halten“ deduciren wollte. In allen Sprachen
haben die Neutra von Adjectiven und Pronominen gewisse eigenthümliehe
Gebrauchsweisen, welche auf andere Wörter auszudehnen
die Sprache sich nicht erlaubte.
Die zweite Auffassung zoDzo älyog iazi, 5 poi nap' ov§£v lazi
traut dem Dichter eine Unnatürlichkeit, Unbeholfenheit und Unklarheit
der Ausdrucksweise zu, die beispiellos ist. Es lässt sich aber
auch die Unmöglichkeit dieser Erklärung erweisen. Sophokles hatte
so eben in zwei Sätzen (V. 462 und 463 f.) die Antigone einen frühzeitigen
Tod geradezu als Gewinn bezeichnen lassen. Folglich
konnte, wenigstens ein Sophokles, ihr nicht gleich darauf die ungeschickte
Äusserung in den Mund legen: „dieses Geschickes theilhaftig
zu werden ist für mich ein Schmerz, den ich für nichts achte, der
mir gleichgiltig ist“, weil Antigone damit doch den Tod als aXyog
bezeichnen würde. Auch mit den Worten zolads 6’ ow. akyiivop.ai
würde die Bezeichnung des Todes als eines (wenn auch gleichgiltigen)
äXyog im Widerspruche stehen.
Vielleicht wollte der Interpolator nap' (=ndp£ozi) ovdev älyog
verstanden wissen, d. h. kein Schmerz ist darin vorhanden, dieses
Geschickes theilhaftig zu werden — was natürlich auch eine geschraubte
und unzulässige Construction ist — wofern nicht doch
anzunehmen ist, dass er nach Analogie von nap' ovoiv sivat auch
nap' ovSiv akyog dvai wagen zu können glaubte.
2. Über die Bezeichnung des Polyneikes bemerkt Nauck:
„Seltsam ist es, wenn Ant. den Polyneikes durch zöv l£ £p.rig pw/rpog
bezeichnet; er war vielmehr ihr 5p.aiiJ.og Ix p.täg zs xai zavzoü nazpög
(143 f. 313)“. Dies Bedenken ist vollkommen begründet; denn
wenn schon einmal Ant. die Blutsverwandtschaft mit Polyneikes berührt,
so konnte nur ein ganz taktloser Versifex, dem es nur daraut
ankam, etliche Trimeter zusammenzubringen, sie hier den gemeinschaftlichen
Ursprung von demselben Vater verschweigen lassen.
Noch wichtiger scheint mir aber das Bedenken, das in ip:ng liegt.
Wer hat je einer Person zur Bezeichnung des Bruders die Worte