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K v 1 c a 1 a
Dass die Vergleichung der Antigone mit einem über den Raub
der Jungen ergrimmten Vogel sowohl dem Charakter der Antigone
überhaupt, als auch diesem Context insbesondere angemessen ist,
leuchtet von selbst ein; vgl. auch 427 ix d’ txpdcg xaxxg rjpäro roiai
Tovpyov ifeipyaop-ivoig.
V. 429.
xcd yjpaiv ei/Svg drpiav ipipsi xoviv.
Die Überlieferung im Laur. ist nach Dindorf: „difdv ixpipet,
accentu gravi super a a m. recentiore addito et eraso t super v. yp.
ditpiav tpdpsi IA“ Dazu bemerkt Dindorf: „Vetus scriptura drpocv
ixfipsi suadet ut onpdd : ip.fi pu ab Sophocle scriptum putemus“.
Diese Vermuthung ist sehr beachtenswerth, da fipsi hier schwerlich
ausreichend ist. Aus dem echten dnpadspfspet mag durch Versehen
dupavexfspei entstanden sein. Dies scheinen nun einige alte
Erklärer für möglich gehalten zu haben, indem sie wohl ein Adjectivum
oupög annahmen, wie das Scholion dr^äv] £rjp«v zeigt; andere
dagegen, die die Unmöglichkeit von dt<pav einsahen, setzten an dessen
Stelle ottpiav und waren dann gezwungen fipsi zu schreiben.
V. 437 ff.
to piv yäp adröv ix xaxüiv Tcztpivyivai
fjöiarov, ig xaxdv di rovg fiXovg äyitv
dlyeivöv.
Nauck: „zovg fi/.oug scheint, wenn die Leseart richtig ist,
anzudeuten, dass der Wächter früher Haussclave des Oedipus gewesen
war“. Im kritischen Anhang stellt Nauck die Vermuthung rovg
ctl\ovg auf. T o v g dlloug ist vollständig unmöglich; aber auch
ig xaxov di düovg äymv dlyzivov wäre im Munde des Wächters sehr
sonderbar, da damit dem Wächter eine Zartheit der Gesinnung und
eine Weichherzigkeit zugemuthet würde, die ihm so fremd war, wie
nur irgend etwas; sein sehnlichster Wunsch war es ja, den Thäter
ausfindig zu machen (327), und wäre eine andere Person, als Antigone,
z. B. irgend ein Bürger, der Thäter gewesen, so hätte der
Freude des Wächters sicherlich auch nicht die geringste Spur eines
schmerzlichen Gefühls sich beigemischt.