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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

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K  v  i  C  a  1  a

Der  Sclioliast  hat  xepodvutv  durch  nkopüv  erklärt  nach  einem
namentlich  in  der  späteren  Gräeität  häufigen  Gebrauche;  gerade  so
wird  im  Latein  implere  statt  perficere,  exsequi  gebraucht,  und
im  Deutschen  sagt  man  von  etwas,  was  ausgeführt,  zu  Ende  gebracht
Wird  (nepaivezai)  „es  wird  vollbracht“  (nkopovrca).  Es  wird  somit
im  höchsten  Grade  wahrscheinlich,  dass  der  Sclioliast  nzpaivw
erklärt.
Vielleicht  lässt  sich  Pflugk’s  Conjectur  noch  dadurch  zum  Abschluss ­
  bringen  und  wahrscheinlicher  machen,  wenn  man  n-epatpwv
schreibt,  wobei  die  Entstehung  der  Corruptel  irapeipwv  (Versetzung
yon  ec  und  s)  sehr  begreiflich  wäre.  Zwar  lässt  sich  nepedpeiv  in  den
erhaltenen  Denkmälern  nicht  nachweisen,  aber  es  ist  eine  ganz  regelrechte ­
  und  organische  Bildung  (vgl.  rsxp.aip£aSpu  für  zsxp.apjsa^rca
von  TiV.p.ccp-,  [xocpzupEaS-ca  für  p.aprupjsa-3'ai  von  p.aprvp-,  yspaipsiv
  für  yspapjsiv  von  yspecpo-,  iyßcäpziv  für  e^apjctv  von
iySpo-  d.  i.  iyßapo-  u.  a.),  für  die  sieh  das  wirklich  vorkommende
nelpccp  anführen  lässt.  Von  r.sipap  sollte  allerdings  eigentlich  tcupaipcjj
  (aus  Txzipapyj))  erwartet  werden,  aber  wir  dürfen  neben  7rdpcxp
auch  izipap  annehmen  (vgl.  neipag  und  nipag  und  die  Verba  denominativa
  nsipacvw  und  Tvspatvw,  zsXpog  und  ripccg~).  Vgl.  übrigens
über  die  Bildung  dieser  denominativen  Verba  Leo  Meyer,  vergl.
Gramm.  II,  S.  66  ff.
V.  386  f.
XO.  00’  ix  dop.wv  ä^oppog  eig  p.iaov  nipä.
KP.  tc  0  i'on;  noicp  ^Oppsrpog  npoußriv  rüyjj;
Laur.  hat  eig  p.saov,  alle  übrigen  Handschriften  dagegen  mit
Ausnahme  einer  einzigen  haben  dg  deov,  was  von  allen  Herausgebern
mit  Ausnahme  Nauck’s  aufgenommen  wird.  Dindorf  bemerkt:  „ig
diov  pro  ig  p-icov  scriptum  in  apographis  uno  excepto  omnibus  conjectura
  probabili,  quam  proximi  versus  verba  suggessisse  videntur“.
Ich  finde  das  Aufnehmen  von  Siov  sehr  bedenklich.  Ist  dsov  eine
blosse  Conjectur  (und  für  eine  Conjectur  ist  es  zu  halten,  wenn  es
feststeht,  dass  alle  Handschriften  auf  den  Laur.  zurückgehen),  so
muss  man  doch  wohl  erst  untersuchen,  ob  p.iaov  unmöglich  ist.  Und
diese  Untersuchung  liefert  ein  für  pierov  entschieden  günstiges  Resultat. ­
  Bekanntlich  wird  dg  p.iaov  und  iv  pJou  nicht  selten  mit  Auf-I


            
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