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K v i c a 1 a
Derselbe Kritiker mag dann auch im folgenden Verse unter <pi>yx
die Flucht der Krankheiten (subj. Gen.) verstanden haben.
V. 365 ff.
auipöv rt tö p.riy_av6ev
Tejvag iinep elnid’
nore p.iv xaxöv, aklor' in' iaSlöv Zpneivop.ovg
napeipcov y$ovdg
3-eäiv t’ evopxov Sixav,
Cipinohg- änohg, Stw tö p.Yj xalöv
^vvean, roXp.ocg yßpiv.
Ilapeipcav ist, wie die meisten Gelehrten anerkennen, ohne
Zweifel corrupt. Unter den zahlreichen Conjecturen hat die von
Pflugk aufgestellte nepaivuv die grösste Wahrscheinlichkeit für
sich; ja ich trage kein Bedenken, sie für eine Emendation im wahren
Sinne des Wortes zu halten.
Zunächst ist die Thatsache zu constatiren, dass im V. 368 von
dem Halten der Gesetze die Rede sein muss und nicht von dem
Verletzen derselben.
Nimmt man das Letztere an, so muss man nach Zpnei ein Komma
setzen, die Worte vop.ovg — otV.av zum ersten Satze ziehen und sie
als nähere Ausführung der Worte nore p.ev (ini) xaxöv (Zpnei) nehmen.
Dies ist aber unwahrscheinlich, weil das Überspringen der
zunächst vorausgehenden Worte ällor' kn' iaSlöv Zpnei hier unnatürlich
wäre. Böckh’s Behauptung „es liegen zu viele Kennzeichen
in der Stelle, dass sie hlos vom Bösen handle“ und „das Gute ist zu
Anfang nur als Gegensatz neben dem Bösen und nach diesem genannt“
lässt sich nicht als begründet nachweisen. Hätte der Dichter
diese Intention gehabt, so hätte er wohl früher ZoS'Xöv und dann
xaxöv erwähnt. Vielmehr hat Sophokles gewiss zuerst die Sentenz,
dass der Mensch bald zum Schlechten, bald zum Guten sich wendet,
als Einleitung der folgenden Betrachtungen hingestellt und sodann in
chiastischer Weise zunächst die Folge des in’ ZgSIöv Zpneiv mit den
Worten vop.ovg— vtyinolig, und sodann die Folge des int xaxöv Zpneiv
hingestellt. Das Asyndeton zwischen Zpnei - v6p.ovg,- sowie das Asyndeton
zwischen ötpinohg- änohg ist bei einer solchen Ausführung im
Griechischen ebenso angemessen und natürlich, wie im Deutschen: