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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

Beitrage  zur  Kritik  und  Erklärung  des  Sophokles.

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machen  kann;  nur  das  scheint,  wie  oben  bemerkt  wurde,  behauptet
werden  zu  können,  dass  das  von  Sophokles  gesetzte  Verbum  mit
fup.7T£ypa<jrai  übereinstimmte.
Die  leichteste  und  ansprechendste  Änderung  wäre  inaia3zxa.i
(blos  darauf  versteht  er  sich  nicht,  dem  Hades  zu  entrinnen),  vorausgesetzt, ­
  dass  die  folgende  Verteidigung  von  aia3op.ai  für
genügend  befunden  wird.  Man  kann  für  die  Möglichkeit  von
aic3io3at  anführen:
11)  Dass  neben  der  verstärkten  Form  aia3dvsa3ai  auch  die
ursprüngliche  aia3sa3ai  (welche  dem  Aorist  fia36p.riv  zu  Grun.de
liegt  und  die  auch  in  aia3r,aop.ai  undyo3rj[xai  zu  erkennen  ist;  denn
der  Stamm  aio3s,  auf  dem  diese  zwei  Formen  beruhen,  ist  nur  eine
durch  euphonische  Rücksichten  gebotene  Modification  von  aia3—)
möglich  war,  lässt  sich  durch  Analogien  beweisen.  So  findet  sich
i:s03oij.ai,  das  bei  Homer  fast  ausschliesslich  vorkommt  (?rvv3avop.ai
ist  selten),  auch  ziemlich  häufig  bei  späteren  Dichtern;  vgl.  Aesch.
Ag.  595.  955.  Sophokles  selbst  hat  0.  C.  121  npoairsv3ov  gebraucht.
Ebenso  findet  sich  neben  aö£dvo)  aufco  (bei  Pindar  und  Sophokles
immer  aü£cö),  neben  ansy3dvop.ai  auch  ani-y^op.at  und  cy3o),  neben
lav3dvu>,  imla.v3-dvoiJ.ca  auch  Avj.Soo,  imlr,3op.at,  welche  Formen
Sophokles  vorgezogen  hat,  u.  a.
J)  Da  somit  die  Möglichkeit  von  ala3sa3ai  nicht  zu  bezweifeln ­
  ist,  so  wird  man  wohl  an  den  Stellen,  an  denen  diese  Form
durch  handschriftliche  Überlieferung  geschützt  ist,  nicht  Corruptelen
anzunehmen  haben.  Plat.  Rep.  X,  608  A  ist  aia36y.s3a  die  bestbeglaubigte ­
  Leseart;  die  Vulgata  aia3eüp.s3a  gibt  keinen  Sinn  und
da6p.s3a  ist  auch  unpassend  und  wohl  nur  eine  willkürliche  Änderung ­
  von  aia36p.s3a.  Rei  Isokrates  Nikokl.  p.  27  D  hat  Bekker
gegen  die  Vulgata  alo3dvovrai  aus  dem  Codex  Urbinas  aia3ovrai
aufgenommen,  und  wohl  mit  Recht.
cj  Alte  Grammatiker  versuchten  zwischen  aia3d.vs.a3ai  und
aia3sa3ai  den  Unterschied  aufzustellen,  dass  ersteres  in  der  Bedeutung ­
  ökovosIv,  letzteres  aber  von  dem  sicheren  Wissen  gebraucht
werde.  Bekk.  Anecd.  I,  p.  216  aia3sa3ui  lau  rä  siösvai  ri  axpißüg.
caa3avsa3ai  •  dvvi  rov  VKomsvuv  xai  vtzovosXv.  Eb.  359  svioi  dia<popdv
  unilaß  ov  slvai  roü  aio3za3ai  xai  aia3avsa3ai,  xai  disKs<pr t -
vavro  Tovg  fir,ropag  xsypfja3at  rii  ala3sa3ai  im  rov  dxpißüg  sldivai
Tl i  reit  di  aia3avsa3ai  im  roO  vnovosXv.  Die  weiteren  Worte  beleh-Sitzb.
  d.  phil.-hist.  CI.  XI.IX  Bd.  H.  Ilft.

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