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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

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K  v  i  c  a  I  a

V.  361  f.
"Aida  [xövov
oüx  sKa^stca.
I
Die  Überlieferung  des  Laur.  ist:  „u'ida,  t  super  cc  a  m.  pr.  Puncta
OV
super  t  priore  erasa.  p.6va>£,  ov  a  m.  pr.“  Dindorf.
Schwerlich  hat  Sophokles  ircd^Evai  geschriehen  t).  Die  Gründe
für  diese  Behauptung  sind  folgende:
1.  Es  ist  nicht  wahrscheinlich,  dass  Sophokles  das  Futurum
gesetzt  hat,  da  ep-yjrcu  vorausgeht,  £up.Ki<ppaaTo.i  folgt.
2.  Es  ist  auch  nicht  wahrscheinlich,  dass  der  Dichter  das  Verbum ­
  inäyeaSou  gebraucht  hat.  Die  Worte  "Awa.  y.6vov  (psO^iv  oöa
iKa&rca  stehen  im  engsten  Zusammenhänge  mit  den  folgenden,  den
Gegensatz  bezeichnenden  Worten  vöscov  d’  ap.v;^äva)v  ipvydg  gvp.Kiypaarca.
  Sowie  nun  ipuyäg  unzweifelhaft  auf  ipsv^iv  zurückweist,  so
ist  man  auch  berechtigt  anzunehmen,  dass  Sophokles  statt  ind^sroa
ein  bezüglich  der  Bedeutung  mit  ^vp-Kifpaazai  übereinstimmendes
Verbum  gebraucht  hat.
3.  Das  wichtigste  Bedenken  gegen  sizä^ezai  lässt  sich  aber  aus
dem  Scholion  entnehmen  Sccvazov  p.6vov  ody_  svp  tv  iap.a.  Der  Scholiast
  hat  sich  offenbar  sehr  genau  an  den  Text  gehalten,  da  er  Wort
für  Wort  wiedergibt;  Sa.vd.zov  —  "Aida.-,  p.6vov  =  p.ovov:  iap.a  =
ysCi&v.  Man  kann  mit  der  grössten  Bestimmtheit  behaupten,  dass  ihm
kein  Futurum  vorlag;  denn  welche  Veranlassung  hätte  er  haben
können,  ein  Futurum  durch  den  Aorist  wiederzugeben?  Hätte  er
indlgszou  vorgefunden,  er  würde  ohne  Zweifel  etwa  ovdinozs  edpr,asi
geschrieben  haben.
So  wahrscheinlich  aber  die  Annahme  der  Corruptel  ist,  so
unsicher  ist  die  Heilung,  wie  überhaupt  niemals  von  einer  sicheren
Heilung  gesprochen  werden  kann,  wo  sich  mehrere  Möglichkeiten
darbieten,  von  denen  keine  auf  ausschliessliche  Evidenz  Anspruch

ijra^srat  haben  schon  viele  Kritiker  bezweifelt,  aber  mit  unrichtigen  Gründen.
Untragisch  kann  man  hier  nicht  nennen;  auch  wäre  an  und  für  sich
die  Verbindung  cpev^LV  sVa^so’^at  nicht  zu  tadeln.  Die  oben  gegen  £7ra£srai  angeführten ­
  Gründe  sprechen  auch  gegen  die  Conjecturen  sneu^Erca  (Heindorf),
<7szca  (Schneidewin),  STrccfixiasi  (Rauchenstein).
            
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