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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

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K  v  i  c  a  1  a

scheint  es,  dass  andere  Verbindungen,  als  diese  beiden  genannten,
Verbindungen,  in  denen  der  Genetiv  lind  das  Adjectiv  eine  andere
Geltung  als  die  possessive  oder  die  des  Urhebers  gehabt  hätte,  nicht
gewagt  worden  sind.  Also  Stellen  wie  0.  R.  267  rö>  Aaßdaxeiw
naioi  üoXuddipou  Ti  y.ai  tgv  npooSz  Kädizcu  zov  naka.<  t’  ’Aynvopog
oder  Eur.  Med.  405  zoig  SiGupsioig  rotg  r’  'laaovog  yap.oig  Pind.
Nem.  8,  2  rcapSsvr,la  Kaioutv  zs  ßkspapa  beweisen  nichts  für  die
Möglichkeit  der  an  unserer  Stelle  angenommenen  Construction.  Solche
Stellen  sind  um  nichts  auffallender  als  z.  B.  ip.og  xai  ixsivov  pikog
oder  mea  patrisque  laus.  Aber  so  wenig  solche  Beispiele  uns  berechtigen, ­
  auch  z.  B.  die  Verbindung  sxeivov  y.ai  mGzdg  0'tlog  oder  patris
et  eximia  laus  für  möglich  anzusehen,  ebenso  wenig  wird  durch  die
oben  angeführten  Beispiele  die  Gegenüberstellung  von  nayuiv  und
dvaopßpa  als  paralleler  Glieder  gerechtfertigt.
Offenbar  könnten  die  Worte  xui  ouaavluv  ndyuv  vnaiSpsia
(ivoäS-pcia')  y.ai  d6aop.ßpa  <ps.vys.iv  ßlkr,  nur  in  folgender  Weise  construirt
  werden:  xai  (edcdä^aro)  psvysiv  ßelv]  vKaiSpsia  xai  ovgoixßpa
  Kayitiv  ovguvAon.  Diese  Construction  birgt  aber  einen  Unsinn  in
sieb,  da  die  ßs):n  nayoxv  nicht  dvGop.ßpa  sein  können;  denn  wer
möchte  so  leichtgläubig  sein,  um  anzunehmen,  wie  Einige  angenommen ­
  haben,  dass  nayoi  nicht  blos  Eis  und  Reif,  sondern  auch  Regenschauer ­
  bezeichnen  können?
Meiner  Meinung  nach  ist  im  V.  356  ein  für  den  Gedankenzusammenhang ­
  und  die  grammatische  Construction  wesentliches  Wort,
und  zwar  ein  Wort,  das  im  Gegensätze  zu  nayuv  und  in  Übereinstimmung ­
  mit  SvGop.ßpa  die  Regenschauer  bezeichnete,  ausgefallen;
ich  vermuthe  den  Ausfall  von  Cakuiv.  An  der  handschriftlichen  Überlieferung ­
  aijpia  y.ai  ist  nichts  zu  ändern;  a'Opi.a  ist  zweisylbig  (ai.5pja.)
zu  lesen.  Es  würde  also  V.  356  zu  schreiben  sein:  kayviv  £aküv
r  alSrpia  y.ai.  Die  Construction  lässt  sich  durch  folgendes  Schema
veranschaulichen:  ovguQmv  izayoxv  £aAcöv  r’  aXSpia  y.ai  öiiGO'xßpa
ABA  B
ßsXvj  =  EOiddZuTG  fsvysiv  dvoav'Auiv  redyoxv  alSpia  ßskn  xai  duguu-Xojv
  ^aküv  ovGCixßpa  ßslrj.  Dass  dutraüXwv  auf  die  beiden  folgenden
Genetive  bezogen  wird,  bedarf  keiner  Rechtfertigung.  Dass  die  durch
das  Schema  angezeigte  Wortstellung  oder  Wortverschränkung  zulässig ­
  ist,  beweisen  Stellen,  wie  1158  zvyr,  yäp  öpSoi  y.ai  rOyji
xazappsKsi  röv  svrvyovvra  zdv  zs  ovGzvyovvz'  dsi,  wo  das  Schema
            
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