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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

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K  v  i  c  a  I  a

liebt,  wenn  man  dem  Satze  z.  B.  folgende  Fassung  gibt:  r,  SuvSv,  Sn
aoi  SoxsT  ys,  xsl  ipsufrij  ooxsi  oder  xsl  p.rj  äfo)3i)  SoxsZ  =  wenn  dir
auch  nicht  diGjSri  Soxsl,  an  dem  ooxsiv  wenigstens  hältst  du  doch
fest.  Nach  Analogie  unserer  Stelle  könnte  man  z.  B.  V.  234  xsl  rö
y.Yidiv  igspSt,  tppavw  §’  op.ocg,  ohne  den  Sinn  irgendwie  zu  beeinträchtigen, ­
  folgender  Fassung  sich  bedienen:  fpdaoj  ys,  xsl  to  pr/Ssv
iliip'jj  oder  Eur.  Phoen.  1451  <pO,og  yap  iy_3pög  iyivsr'’,  äAX’  5p.u>g
ipllog  —  (pllog  y’  iyivsro,  el  xcf.i  tpllog  iypSpög.  Als  Analogie  für  die
Function  des  yi  führe  ich  Phil.  1276  an  p.drr,v  ydp  oiv  slsxrig  ys  Ttdvz’’
dpr,Gsra.i.  Man  nimmt  hier  ein  Hyperbaton  des  yi  an  und  behauptet,
dass  es  eigentlich  nach  dem  relativen  Pronomen  hätte  gesetzt  werden
sollen.  Aber  wie  unter  zehn  Fällen  neunmal  die  Annahme  einer  unregelmässigen ­
  Stellung  des  yi  nichtig  ist,  so  auch  hier.  Fs  bezeichnet ­
  den  Gegensatz  von  slnsZv  und  p.aTr,v  sirzsTv.  Philoktet  fasst  die
Möglichkeit  in's  Auge,  dass  Neoptolemos  dennoch  weiter  zu  sprechen
versuchen  könnte;  denn  trotz  seiner  Abmahnung  araOs,  ptr,  Äs£yg  nipa
weiss  er  doch  nicht,  ob  Neoptolemos  ihm  Folge  leisten  werde.  Neoptolemos ­
  nun  hätte,  wenn  er  vom  sIksZv  durchaus  nicht  hätte  ablassen
wollen,  sagen  können  spät  ys,  xsl  p.dzr,v  spät  und  Philoktet  würde  in
diesem  Falle  gesagt  haben  spsXg  ys,  xsl  p.dzr,v  spsXg.  Und  aus  diesem
Grunde,  nämlich  weil  Philoktet  auf  diesen  möglichen  Fall  Rücksicht
nahm,  ist  yi,  trotzdem  dass  die  Stelle  eine  andere  Fassung  erhielt,
beibehalten  worden.  In  derselben  Weise  muss  man  unzähligemal  bei
einer  scheinbar  ungewöhnlichen  Anwendung  oder  Stellung  der  Partikeln ­
  (namentlich  der  Partikeln  yi  und  ydp)  auf  den  Standpunct
Rücksicht  nehmen,  der  dabei  entscheidend  war;  dadurch  zerfallen
die  meisten  Annahmen  von  ungewöhnlichem  und  unregelmässigem
Gebrauche  in  Nichts;  sehr  oft  kann  man  sich  durch  eine  andere
Fassung  der  Stelle  die  Regelmässigkeit  des  scheinbar  unregelmässigen ­
  Gebrauches  nahe  legen.
Im  V.  326  ist  die  handschriftliche  Überlieferung  Suva.;  aber  die
Kritiker  billigen  fast  ausnahmslos  Siikd  auf  Grundlage  des  Scholion
zd  osivd  xipor,;]  yp.  zd  osild  ■  dvri  rov  xc/.xd  •  dnS  roü  rol/g  ostloüg
sh  ca  d-^pelovg.  A  sikd  erklärt  Hermann:  „Ta  Ssikä.  xipor,  ilicit,  cjuia
ignavi  est,  lucri  caussa  clam  illieita  facere“.  Mir  scheint  sowohl  diese
Erklärung,  als  auch  die  Variante  osikd  selbst,  da  sie  keine  andere
Erklärung  zulässt,  unstatthaft.  Hermann  hat  bei  dieser  Erklärung
folgendermassen  geschlossen:  „Kreon  meint  bei  seinem  Ausspruche
            
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