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K v i c a I a
nähme der bei Moschopulos sich darbietenden Fassung das müssige
vüv entfernt wird, so lässt sich dagegen erinnern, dass vüv als Gegensatz
des in den folgenden Worten involvirten Begriffes der Zukunft
aufgefasst werden kann: „Jetzt magst du immerhin noch deine
Witzeleien Vorbringen; bald soll dir und den anderen Wächtern,
wenn ihr die Thäter nicht ausfindig macht, die Zeit kommen, in
welcher ihr statt zu xopr^susiv in der Lage sein werdet, die Sentenz
rcc dsivä y.ipdr] Kvp-oväg ipyätszai auszusprechen“. Sowie die Worte
i^zpslS' Sri — ipyätszai im Gegensätze zu x6p.ipeus rrjv dögav
stehen, so ist auch die Annahme eines Gegensatzes zwischen vüv und
der durch d [J.'n yavürs bezeiclmeten Zukunft angemessen, und vüv
nicht, müssig.
b) Wichtiger aber und, wie ich glaube, vollkommen begründet
ist das zweite Bedenken gegen Büekh’s Auffassung. Ist es möglich,
o) ooxet ys in der Bedeutung 6'rav ooxvj nvt „wenn Jemand beschlossen
hat“ aufzufassen? So viel ich weiss, findet sich kein Beispiel, in
welchem das Relativum mit dem Indicativ statt einer allgemeine Giltigkeit
habenden hypothetischen Protasis (für ei zig oder iäv zig oder
allenfalls auch oang) stünde, und die Worte des Wächters müssen
offenbar allgemeine Geltung haben, welche freilich auf den vorliegenden
speciellen Fall Anwendung erleidet. Die Worte Soxd ys
können also, wie mir scheint, nicht richtig sein ‘).
Nun könnte vielleicht durch die einfache Änderung <u dorr, ys
geholfen werden. Es finden sich Stellen, an denen dg mit dem Conjunctiv
oder dg äv mit dem Conjunctiv einen hypothetisch-temporalen
Sinn hat (==or«v zig mit dem Conjunctiv), ohne dass ein Wort vorausgeht,
auf das sich das Relativum grammatisch bezöge. Vgl. II.
£ 81 ßslzspov dg ipsoyojv Ttpoipvyri xaxöv rjs «Awrj. lies. Op. 327 fffov
o dg itizrjv dg rs £sivov xaxöv eptgri. Her. 1, 136 ävdpccyaS'iri
o avrn änodidsxzca p.szä zb p-dysaS/xi sivai äyaSbv, .dg äv Tto’Xlovg
änooiigri Tcaidag. So könnte denn auch ostvöv, w öoxirj ys = ozav zivi
doxr, ys aufgefasst werden.
1 j Der Umstand, dass og mit dem Indic. oft = on steht, selbst da, wo kein Wort
vorausgeht, auf das sich og grammatisch bezöge (z. B. Od. C7 221 f. otov d‘/) rode
epVov gvi peyäpoioiv sYux^vj, og rov £etvov socaag aetxt(j5^p.£vat ourco)
berechtigt nicht zu der Annahme, dass og auch = et zig stehen könnte.