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eum aliquid eommisisse“, und ebenso unrichtig ist Diudorf’s Bemerkung
„oratione uteris ad fraudem mihi faciendam composita“. Es
ist vielmehr unzweifelhaft, dass Kreon bisher nicht den geringsten
Argwohn gegen den Wächter geschöpft hat; er schenkte sicher den
Betheuerungen desselben vollen Glauben. Wie hätte er ihm sonst
Y. 244 (sit dnaklc/.y^sig an ei) die Versicherung geben können, dass
er sofort ruhig seines Weges werde gehen können? Diese Versicherung
machte auf den Wächter offenbar den besten Eindruck, da er
jetzt sofort unumwunden und mit vollem Vertrauen auf Kreon’s Versicherung
seiner Botschaft sich entledigt und dabei keine Spur von
ängstlicher Scheu zeigt. Aus diesem Benehmen des Wächters ist zu
schliessen, dass Kreon’s Äusserung (244) eine vollkommen beruhigende
war, und aus dem letzteren folgt natürlich, dass Kreon gegen
den Wächter nicht den mindesten Verdacht hatte.
Für die Richtigkeit von aroyd&aSou spricht ausserdem
auch noch folgende Erwägung. Bekanntlich wird die Äusserung
eines Ausspruches nicht selten metaphorisch als Absendung eines
Geschosses aufgefasst. Vgl. Aesch. Prom. 313 zpa.yj.Xg xai
reSrjyij.ivovg Xöyovg piipeig. Ch. 42 (poßovp.sa a inag zod' ixßa-Xsiv.
Her. I, 133 tccvta ig zox/g ndvrag "\bkXovag dnippirpz 6
K vpog zd ex sc/.. Und nicht blos schmähende und verletzende
Worte werden mit Geschossen verglichen. So bedeutet oft dpievcu,
u.Srdisyai, iy.ßd/.Asi.v in Verbindung mit in og, Xoyov nur ein
Wort Vorbringen. Bemerkenswerth ist Eur. Ion. 255 ff. IQN. zi
yjfipa. o d\/£p£vvr,za. dua^vp.zX, yvvar, KP. ovdiv • p.sjf/xa zö£a..
zdni ztbde di eycb zt oiyü xai au Jn fpovziJ izi. Pindar nennt seine
Lieder oft Pfeile; am wichtigsten ist für uns Ol. II, 83 ff. (Bergk.):
nokka [j.ol dn dyxüvog drxia ßilrj ivdov ivzt yc/pizpag ycoväevra
auvErowtv • . . . ineyj. vvv axöncp zö£ov, dys .Su/zi, ziva ßdklopsv ix
palSaxag civzs (ppevög evxliag oiazovg iivzsgj ini rot ’Axpdyavzi
zawaaig. Konnte nun nicht Kreon mit einer derselben Sphäre entnommenen
Metapher die Vorbereitungen, die der Wächter traf, bevor
er zum Kern seiner Rede kam, d. i. die Einleitung, mit den Worten
„du zielst gut“ bezeichnen? Die Einleitung, die der Wächter vorausschickte,
ist metaphorisch ein Zielen; das Geschoss, welches der
Wächter abschiessen wollte, ist die schlimme Botschaft, die er zu
melden hatte; das Ziel, welches er treffen wollte und auf das er so
gut und so lange zielte, ist, wie oben gesagt ward, Straflosigkeit.