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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

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K  v  1  e  a  1  a

diese  Auffassung  auch  der  Sinn;  denn  von  einem  Schutze,  den
die  Hoffnung  darböte,  konnte  der  Wächter  nicht  reden.
Es  bietet  sich  aber  noch  eine  andere  Erklärung  dar.  «Ppaaaw
hat  allerdings  gewöhnlich  die  Bedeutung  „umfriedigen,  verzäunen,
verwahren“,  aber  die  ursprüngliche  Bedeutung  dieses  Wortes  war
ohne  Zweifel  etwas  dicht  an  etwas  anmachen,  dicht
machen  (jzvxä&cv'),  zusammenpferchen,  wie  bei  dem  verwandten ­
  lateinischen  farcio.  Diese  Bedeutung  können  wir  noch
wahrnehmen  an  Stellen  wie  II.  v,  130  <ppd£ccvTsg  dopv  dovpi,  adtxog
adxsi  (dicht  drängend  Sper  an  Sper,  Schild  an  Schild);  Her.  9,  61
wpdfavTE?  rä  yeppcc.  Daran  schliesst  sich  dann  die  Bedeutung  an,
die  man  z.  B.  Od.  s,  256  ayjoinv  <f>pd£e  pineaoi  findet  „er  machte
dass  Floss  dicht,  er  verstopfte  es  mit  Flechtwerk,  er  stopfte  die  Zwischenräume ­
  das  Flosses  aus  mit  Flechtwerk“,  und  so  konnte  denn
fpaoasiv  auch  die  Bedeutung  „dicht  anfüllen“  annehmen;  vgl.
Pind.  I.  1,  66  tpvzai  ypäigca  yjXpa.
Eine  entsprechende  Analogie  bietet  ariyu  dar.  „Die  Grundbedeutung ­
  von  arifw  ist  mache  dicht,  fest,  voll,  daher  das
homer.  insari^/mro  tzotoio  (11.  a.  469),  imstsfrig  (Archil.  fr.  9
Bergk  öXvj?  äypwg  £mozs<p-ng') )  beide  mit  dem  Genitiv  des  Stoffes.“
(Curtius,  Grundz.  d.  gr.  Etym.  I,  182).  Man  vergleiche  ferner  das
lat.  stipare,  dessen  ursprüngliche  Bedeutung  „eng  zusammendrängen, ­
  zusammenpressen“  ist,  z.  B.  Virg.  Ge.  4,  164  apes
mella  stipant.  Aber  stipare  aliquid  aliqua  re  =  etwas  mit  etwas
dicht  umgeben  oder  auch  vollfüllen;  z.  B.  Cic.  Mil.  1  non
usitata  frequentia  stipati  sumus.  Suet.  Calig.  51  ut  pontes  calonibus
et  impedimentis  stipatos  reperit.
Somit  wäre  zfig  i'Xmdog  nzcppa.yp.ivog  —  spe  fartus,  refert
  u  s.  Der  Genetiv  stellt  nach  Analogie  des  Genetivs  bei  Verben  und
Adjectiven  der  Fülle.  Vgl.  0.  T.  83  noAuazscpr/g  öäcpvrjg.  II.  3-,  232
npY/rfipag  imozzcpiag  oivoio.  Soph.  El.  895  nepiarsyn  xuxXw  navzwv
6V  ioziv  ävSiiüv  Sgy.viv  nazpög.  Xen.  An.  II,  4,  14  öaavg  oivopoiv.
Die  Worte  zfig  ikniciog  mcppaypivog  (vollgepfropft  mit
Hoffnung)  sind  übrigens  eine  derbe  (vielleicht  volkstümliche)  Ausdrucksweise, ­
  die  im  Munde  dieses  Wächters  nicht  auffallen  kann,  da
seine  Worte  öfter  das  Gepräge  der  Derbheit  und  Volkstümlichkeit
tragen.
            
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