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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

Beiträge  zur  Kritik  und  Erklärung  des  Sophokles.

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V.  235.
zrjg  sXKioog  yäp  spyopai  Ksfpaypivog.
Laur.  bietet  KSKpaypivog,  was  ein  offenbarer  Fehler  für  nsfpa.yp.ivog
  ist,  welche  richtige  Schreibung  sich  in  einigen  Handschriften ­
  untergeordneten  Ranges  findet;  die  übrigen  Handschriften
haben  osdpaypivog.  Von  den  alten  Scholien  beruht  das  eine  auf  der
Leseart  osdpaypivog  j  das  andere  Scholion  Öko  yäp  zrjg  ilnidog  vsvuripivog
  iXrjXvSa  ist  seltsam.  Dindorf  meint,  dass  auch  dies  Scholion
vielleicht  auf  osopaypivog  sich  beziehe.  Mir  leuchtet  die  Möglichkeit ­
  dessen  nicht  ein;  ich  glaube  vielmehr,  dass  auch  diesem  Scholion ­
  schon  das  unrichtige  KSKpaypivog,  das  der  Laur.  hat,  zu  Grunde
liegt.  Der  Scholiast  hat  wohl  dabei  an  die  Construction  Kpäzzsiv  rivä
zi  (etwas  von  einem  eintreiben,  erzwingen)  gedacht  und  nach  Analogie ­
  von  Kpa.zzop.ai  zi  ökö  zivog  (von  mir  wird  etwas  eingetrieben,
erzwungen)  hielt  er  auch  die  Construction  npdzzopou  spyjaSat  Öko
zivog  (mir  wird  von  einem  das  Kommen  abgezwungen)  für  möglich;
kurz  der  Scholiast  hat  meiner  Meinung  nach  die  Stelle  so  aufgefasst:
spyopai  yäp  ökö  zrig  ÜKidog  K£Kpa.yp.ivog  sc.  spysaSai.  Ist  diese
Vermuthung  richtig,  so  haben  wir  in  diesem  Scholion  ein  nicht  zu
verachtendes  Zeugnis  für  r,sfpayp.ivog)  denn  dass  die  Erklärung
von  KSKpaypivog,  die  der  Scholiast  gibt,  unmöglich  ist  und  dass  das
KSKpaypivog,  welches  ihm  vorlag  und  das  zu  erklären  er  sich  Mühe
gab,  nichts  als  eine  Corruptel  von  Ksfpaypivog  ist,  unterliegt  keinem
Zweifel.  Endlich  ist  noch  ein  jüngeres  Scholion  -dofaXiopivog  (Erklärung ­
  von  Ksfpaypivog').  yp.  di  y.ai  osopaypivog.  oKsp  Kpög  zd
ÜKioog  ouvdipstg  zu  erwähnen.
Ich  stimme  vollkommen  der  Ansicht  Dindo  rf’s  bei,  der  osdpaypivog
  für  einen  unglücklichen  Emendationsversueh  des  echten  Ksfpaypivog ­
  (oder,  wie  er  geschrieben  wissen  will,  Ksfapyp.ivog)  hält;
aber  die  Auffassung  von  Ksfpaypivog  im  Sinne  von  -nofahapivog,
die  Dindorf  zu  billigen  scheint,  ist  entschieden  zu  verwerfen.  Wenn
eine  andere  Erklärung  der  Worte  zrig  sXnidog  Ksfpaypivog,  als  diese,
nicht  möglich  wäre,  dann  müsste  man  sich  dazu  verstehen,  Ksfpaypivog ­
  für  corrupt  zu  halten  und  5s.dpayp.svog  zu  schreiben.  Denn  bei
dieser  Auffassung  des  Ksfpaypivog  wäre  zf,  slnidi  nothwendig  und
der  Genetiv  durch  nichts  gerechtfertigt.  Obendrein  spricht  gegen
            
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