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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

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K  v  /  C  a  I  a

Seiv;  ayj'rn  erscheint  neben  dem  gleichbedeutenden  a/idri,  worin
doch  ayid  die  alte  Wurzelform  zu  sein  scheint“.  Ebenso  ist  iaSu
d.  i.  id  -  $  -  u  eine  solche  Weiterbildung.  Ferner  lässt  sich  für
klekiyßu  die  Glosse  des  Hesycliios  sXsklasiap-öv  anführen;
diesem  Substantiv  liegt  der  Stamm  iAsAiy^s  (vgl.  die  Stämme  p.sA
und  p.els,  /’j.aS  und  p.a.Ss  u.  a.)  zu  Grunde.
Dieser  Erklärung  stehen  nun  allerdings  Stellen  entgegen,  an
denen  offenbar  ileXiyß-uv  =  erderschütternd  ist,  nämlich  Pind.
Pyth.  II,  4  (Bergk.)  zszpaoplug  i'XsXiyäovog  und  Pyth.  VI,  50  ’EXs-XtyScv
  als  Epitheton  des  Poseidon.  Aber  vielleicht  beruht  dieser  Gebrauch ­
  bei  Pindar  auf  einer  falschen  Etymologie  (zu  welcher  das
Compositum  ivoaiySuv  verleiten  konnte),  wie  sich  ja  viele  Beispiele
einer  solchen  irrthümlichen  Ableitung  und  Deutung  finden.
Was  den  Sinn  der  Worte  6  &r/ßa.g  iXsXiySuv  betrifft,  so
schliesse  ich  mich  ganz  an  Schneidewin  —  Nauck  an;  es  bezeichnet ­
  dieser  Ausdruck  den  Bakchos  als  Urheber  und  Führer  der
Reigentänze.
V.  213.
vop.u  de  ypf/aSai  nuvzi  koxj  z'  ivsazi  ooi.
Die  von  den  meisten  Herausgebern  aufgenommene  Änderung
tcoxj  7’  ist  nicht  wahrscheinlich,  da  hier  7£  unpassend  ist,  und  selbst
wenn  die  Handschriften  7£  böten,  wäre  man  zur  Annahme  einer  Corruptel
  berechtigt.  Ich  vermuthe  vo\xu  di  yy-oaSrai  rravrt,  zovz'  iveazi
001.  Bezüglich  dieser  Epanalepsis  vgl.  0.  C.  503  f.  zöv  zonov  d'  ha
Xpriarcu  p.'  itpsupeh,  zovzo  ßoOXop.ai  paBstv,  0.  C.  640  und  besonders
Trach.  458  zi  p.ri  nuBiaBai,  zovzö  p.’  aXyOvEtsv  äv.
V.  231.
zoiavB'  iXdaauv  rjvurov  ayyXfi  zayyg,
yyvzug  600g  ßpayjca  yiyvszai  pay.pa.
Tayyg  ist  zwar  durch  die  Überlieferung  viel  weniger  beglaubigt,
als  ßptxövg,  da  es  nur  in  den  Scholien  als  A r ariante  neben  ßpadög
angeführt  wird  (ßpadOg’j  7p.  zayyg  mit  der  einfältigen  Erklärung
xaizoi  zccyvg  uv  ßpadiug  yjvuov  zr)v  odov);  nichtsdestoweniger  ist  es
die  echte  Lesart.  Man  begreift  gut,  dass  zayyg  auffallend  erscheinen
            
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