Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles.
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Wortes enthalten war. Als aber später die eigentliche Bedeutung
dieser Verba nicht mehr gefühlt ward, als die Bedeutung des zweiten
Theiles iiberwog, da waren Constructionen wie olx.odop.dv zdyog,
pri).OG<paydv ispx, rxupoxrovdv ßovg : noXiopxtiv rd vaurixov, innoi
ßouxoliovro möglich. Wie weit man darin gehen durfte, beweist einleuchtend
z. B. Arist. Lys. 196 p.rj’XoafxycOaxL Qxgiov o'ivou gtxpvtov.
— Eine ähnliche Erscheinung finden wir hei diTtrvyog, §iirAa£
und ähnlichen Compositis, in denen häufig die Bedeutung des zweiten
Theiles ganz verwischt ist, so dass sie einem blossen maoog gleichzuachten
sind. Und so wäre es nicht unmöglich, dass auch HsHySow
von der ursprünglichen Bedeutung „erderschütternd“ mit Verwischung
der Bedeutung des zweiten Theiles zu der Bedeutung
„erschütternd“ gelangte, so dass auch ein Object (hier @r,ßxg~)
damit verbunden werden konnte, wie mit dem einfachen i/UAifwv.
Doch gestehe ich, dass ich zu dieser Erklärung seihst kein rechtes
Zutrauen habe, da die erwähnten Beispiele doch wesentlich verschiedener
Art sind und ich eine vollkommen zutreffende Analogie nicht
zu finden vermochte.
Aber vielleicht ist iXOüySojv gar keine Zusammensetzung aus
sAeAc'£co und /•3-thv , sondern vielmehr ein Participium von HeliySoj,
einer Nebenform vvn sAeAi£oj. Eben die vorliegende Stelle des Sophokles
hat mich auf diese Vermuthung gebracht; denn einerseits ist
man berechtigt HeUySojv für die echte Lesart zu halten, und andererseits
scheinen alle Versuche, diese Stelle zu erklären, zu scheitern,
wenn man Heli-ySow für ein mit ^cov zusammengesetztes Adjectivum
hält. Stützen lässt sich nun diese Vermuthung durch die Verbalformen
ipiySuv, itjSeiv. ’EpsySsiv ist eine Nebenform von ipdxeiv. Die
Wurzel dieser letzteren Verbalform ist ipix; Ipiyßoi ist eine mittelst
v (£) aus der Wurzel epcx entstandene Weiterbildung. Statt kpiySw
sollte man allerdings epiySo) erwarten; aber dieselbe Verwandlung
des ursprünglichen t zu s treffen wir ja auch in ipsyp.x an, das unzweifelhaft
von ipd-/M abstammt. Vgl. Leo Meyer (vgl. Gramm. I, 127):
„Auch aus dem Griechischen scheint für den Übergang von ursprünglichem
i in e Einzelnes angeführt werden zu können. So erscheinen
neben oeumvcu, dessen Wurzelform ötx lautet, ionische Formen mit e,
wie das Futur und der Aorist fosfa; spsypv. erscheint neben
ipeUeiv mit der Wurzelform ipix; die mediale Perfectform, dritte
Pluralperson, ipripsdarxi bietet die homerische Sprache neben ipti-