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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

Beiträge  zur  Kritik  und  Erklärung  des  Sophokles.

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Hätte  nicht  vielmehr  Jedermann,  zumal  ^ach  dem  vorangehenden
ex  fjtiv  orj  Kolsp.cov,  den  Ausdruck  rüv  vöv  auf  den  jetzt  eingetretenen ­
  Fri  eden  beziehen  müssen?
Es  bleibt  somit  offenbar  nichts  anderes  übrig,  als  die  Stelle  für
corrupt  zu  erklären.  Zur  vollständigen  Emendation  derselben  hilft  die
Überlieferung  des  Laurentianus.  Alterum  £  ex  co  factum“.
Dindorf.  Ich  trage  kein  Bedenken,  SiaSu,  das  ursprünglich  im
Laur.  stand,  für  die  echte  Lesart  zu  erklären;  im  Einklang  mit  SiaSoj
ist  ti?  statt  rcüv  zu  schreiben.  Die  Änderung  von  tiüv  ist  jedenfalls
riothwendig,  denn  in  diesem  Worte,  welches  den  ganzen  Gedanken
zu  einem  absurden  macht,  ist  offenbar  der  Hauptsitz  der  Corruptel;
war  einmal  zig  durch  rtöv  verdrängt  (wozu  das  vorausgehende  ttoAep.cov
  Anlass  gegeben  haben  mag),  so  musste  auch  SsgSw,  weil  es
dann  kein  Subject  hatte,  verändert  werden,  und  man  griff  zu  der  am
nächsten  liegenden  Änderung  SiaSz,  obzwar  dies  dem  Metrum  des
strophischen  Verses  nicht  genau  entspricht.  Den  Ursprung  der  Überlieferung ­
  des  Laur.  muss  man  sich  wohl  durch  die  Annahme  erklären,
tujv  a
dass  in  dem  Original,  dessen  Copie  der  Laur.  ist,  zig  vüv  •Sio.&oj
geschrieben  stand,  und  dass  der  Abschreiber  rwv  mit  Übergebung
des  ri?  in  den  Text  aufnahm,  dann  S-ioSw  schrieb,  aber  sofort  aus
dem  u>  ein  e  machte.
Ti?  ist  an  unserer  Stelle  =  man,  wie  bei  Horn.  II.  ß  382  ff.
£u  [x£v  ri?  döpv  Srjt-dtjSu  x.  t.  1.  Dieser  Sprachgebrauch,  für  den  sich
Belege  bei  fast  allen  Autoren  finden,  ist  auch  dem  Sophokles  nicht
fremd.  Vgl.  Ai.  245  ff.  copa.  rtv'  rjo'rj  toi  .  .  .  7rod'ofv  xAorcav  txpevSai.
V.  153.
6  Qr,ßag  o  ilsliySuv  Buv.yj.og  xpyoi.
iXsAitiov  L,  7p.  ileliySuv  L 2 ;  die  Scholien  kennen  beide  Lesarten. ­
  Dass  iWdySuv  echt  und  eAeAi^wv  nur  eine  Änderung  derer
ist,  die  die  Construction  6  Q-hßag  o  eAeliyS-utv  auffallend  fanden,  hat
die  grösste  Wahrscheinlichkeit  für  sich,  und  die  Kritik  muss  ohne
Zweifel  schützen.  Es  erhebt  sieb  aber  die  Frage,  welche
Construction  man  für  die  Worte  ö  Orjßag  d’  ^AeAi'^wv  Bax^io?  anzuwenden ­
  habe.
Die  Construction  6  Qrjßag  Bay.yj.og  —  6  Q-nßcäog  Bdy.yj.og,  oder
wie  der  Scholiast  sich  ausdrückt  o  Orjßaysvr)?  Aiövuoo?,  6  zfig  @yjj3rj?
28*
            
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