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theils die Bedeutung der dienstlichen Abhängigkeit (wie das erste
Beispiel) <) oder Anhänglichkeit (wie das zweite Beispiel), theils die
der Zuneigung, Ergebenheit (studere alicui, colere aliquem — wie
die vier letzten Beispiele). Zufolge der Bedeutung „ich liege bei
Einem, ich bin in der Nähe Jemandes“ konnte dies Verbum leicht
von einem Menschen gesagt werden, der als Diener in der Nähe seines
Herrn sein muss (vgl. dp.a>;7roAo? u. ähnl. Ausdrücke), und ebenso
konnte sich aus der sinnlichen Bedeutung des Anliegens die Bedeutung
der Anhänglichkeit, Ergebenheit entwickeln. Es hat TtpoGv.ü'jSa.i
hier dieselbe Bedeutung wie z. B. Soph. Ai. 407 /xuipaig ciypatg
kpoaxdiiESa (wie auch im Latein die Bedeutung von studere in
den Verbindungen studere ho mini und studere rei im Grunde
dieselbe ist). Zu vergleichen ist mit dieser Bedeutung von TrpoT/.eia-2ra.i
das deutsche „sich verlegen“, das lateinische incumbere (das
freilich zufällig durch eine Laune der Sprache nur in der Verbindung
'ncumbere in rem, ad rem, rei nicht in hominem, ad h.,
ho mini gebraucht wird), das griechische npoa-iSiaSai nvt (günstig,
geneigt sein).
c) In feindlichem Sinne Einem zusetzen Her. 9, 57 npoczy.iaro
aipi. Thuk. 4, 33. Vgl. instare.
d) Mit Bitten, Vorstellungen zusetzen. Her. 1, 123 KOptp . . .
xpoGex.isT') 6 "Aprzayog örZpa irip«cov. Vgl. an liegen.
Als Thatsache ist nun zu constatiren, dass bei diesen metaphorischen
Gebrauchsweisen zwar der Begriff des Liegens sich verwischte
3 ), der sich natürlich verwischen musste, wenn eine Metapher
zu Stande kommen sollte, dass aber in keinem einzigen der angeführten
Beispiele (und dieselbe Behauptung ist auf alle anderen
nicht angeführten Beispiele auszudehnen) der Begriff der Präposition
izpäg, der Begriff des An, der Nähe erlosch; dieser Begriff tritt
*) Richtiger dürfte aber wohl hier dieselbe Bedeutung von angenommen
werden, wie Her. 1,196, also: „wembin ich als Sklavinn zugefallen?“ Dafür
spricht die Antwort der Hekabe i^vg zov xelgc/.i xXyjoov.
”) Indessen ganz spurlos ist er nicht verschwunden; er zeigt sich darin, dass in allen
angeführten Beispielen ein anhaltendes Siebbefinden in der Nähe Jemandes
nicht zu verkennen ist. Dieser Begriff des Anhaltens eines Zustandes hat sich
aus der Bedeutung des Liegens, Rühens leicht entwickeln können; das Beharren
bei etwas fasste die Sprache als ein Liegen, Ruhen auf. Vgl. in dieser Beziehung
z. B. vojjioi xstvrai, jxvvjpia xetrai, ovofAa xstrat u. a.