Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 49. Band, (Jahrgang 1865)

422

K  v  i  c  a  1  a

sich  heissbliitig.  Für  diesen  Gebrauch  des  Wortes  ipvypog  hat  Herrn ­
  a  n  n  Aesch.  Prom.  692  cooe  dvGäiara  -/.cd  dvaoiGra.  irr,para,  Avpar
dpcprixsi  oüv  y.ivrpcp  'pOyeiv  ■•puydv  ipav  angeführt.  Gegen  Böekh's
Einwendung,  dass  das  Wortspiel  des  Aeschylus  ipOysiv  ipuya.v  keinen ­
  Beweis  abgeben  könne,  bemerkt  Bonitz  treffend:  „Gewiss  liegt
in  der  Verbindung  pöyjtv  ipuydv  ein  gesuchter  Gleichklang,  aber  er
lässt  sich  ja  doch  nur  anwenden,  wenn  ipvyjtv  der  Übertragung
in  dieser  Bedeutung  fähig  ist“.  Dasselbe  muss  von  -pu-ypig
behauptet  werden.  Man  kann  zugeben,  dass  pvypög  in  der  metaphorischen ­
  Bedeutung  „horrorem  incutiens“  nicht  eben  g  ä  n  g  und  gäbe
war  (obwohl  man  es  nicht  zugeben  muss;  denn  es  kann  ein  blosser
Zufall  sein,  dass  sich  keine  andere  Belegstelle  für  diese  Bedeutung
erhalten  bat);  aber  möglich  war  die  Anwendung  des  pvy.p6g  in
dieser  Bedeutung  jedenfalls.  Zu  den  von  Bonitz  angeführten  Analogien ­
  füge  ich  noch  folgende  hinzu.  Die  Wörter  piyog,  piyiov,  piyrjlög,
piyzduvög,  piyiut  bezeichneten  ursprünglich  die  Kälte  und  die  durch
Kälte  bewirkte  Erstarrung  (vgi.  die  verwandten  lat.  Wörter  frigus,
frigidus,  frigeo),  wurden  aber  nicht  selten  zur  Bezeichnung  des  Entsetzens ­
  (eigentlich  des  das  Entsetzen  begleitenden  körperlichen
Schauers  und  Starrens)  gebraucht.  Einen  analogen  Vorgang  zeigt
tatvEiv;  vgl.  II.  3  426  dptpi  di  oi  irupi  y_a\x6v  ir,vazs,  Sippsre
ö  vocjjp  mit  Od.  £  156  pd).a  rzoii  aytai  3vpög  aikv  iufpOGvvriGiv
iaivezai.  Vgl.  ferner  den  entsprechenden  Gebrauch  von  frigidus,
z.  B.  Hör.  Sat.  2,  6,  50  frigidus  a  rostris  manat  per  compita  rumor.
Virg.  Aen.  3,  29  mihi  frigidus  horror  membra  quatit  und  in  intransitiver ­
  Bedeutung  z.  B.  Sil.  2,  339  formidine  turpi  frigida  eorda  tremunt.
V.  93  f.
£i  raüra  li&ig,  iySapzi  piv  e£  ipcü,
iySpd  di  rä>  -Savovri  rrpGGXÜGSL  oUri.
Der  Auffassung  des  Scholiasten  xaAtö?  di  zo  Heiay,  Iva.  zr,v  ptzä
SavuTO'j  aCizri  TtpoayevoaGpivriv  npupiav  aivi&zai  folgt  auch
Nauck:  „tö>  .S-avövrt  npoGv-ÜGu  ist  so  zu  verstehen  wie  früher  73
ptz'  auzoü  xscgopou u .  Diese  Auffassung  ist  unnatürlich  und  unwahrscheinlich. ­
  Sophokles  hätte,  wenn  er  irpoaxÜGsi  in  diesem  Sinne
hätte  verstanden  wissen  wollen,  doch  wohl  „nach  deinem  Tode“  hinzugefügt, ­
  und  dies  um  so  mehr,  als  das,  was  im  ersten  Glied  mit  iyßz-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.