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K v i c a I a
beachtung des nach spoö gesetzten 7s; beachtet man die Geltung
dieser Partikel, so zeigt sich, dass nicht einmal eine entfernte Möglichkeit,
r,di(jig in der von Dindorf vertheidigten Weise aufzufassen,
vorhanden ist. Der Gedanke „gesetzt auch, du solltest noch handeln
«ollen, so würdest du doch in Gemeinschaft mit mir wenigstens
nicht gern handeln“, d. h. „es ist nicht unmöglich, dass du
gern handeln würdest, aber nur nicht mit mir“, ist vollständig unstatthaft.
— Die Behauptung, dass Sophokles der Stelle eine andere Fassung
gegeben haben würde, wenn er die Worte in dem von Brunek
erkannten Sinne hätte genommen wissen wollen, ist unbegründet.
Denn häufig wird hei 7706g, 7$Ö£cog, npog r,ooyr,v und bei ähnlichen
Ausdrücken die Person, der etwas angenehm ist, nicht ausdrücklich
bezeichnet, wenn aus dem Context dieser Dativ ungezwungen ergänzt
werden kann; vgl. z. B. EI. 921 oö Koog r/devöv Hyu) rdös; (näml.
cot). Ai. 10S -oötGTog, ü oegkoiva, oEffpcörvjg scrco Suv.iX. 0. T. 82 öXa
d/.&Gca piv, -öävg, wo Dindorf ebenfalls unrichtig 7706g mit f,ööp.svog
erklärt; die Erwiederung des Oedipus rdy' sia6p.saSa, «eiche
sich offenbar auf die Worte d)X si.y.daca piv, 7706g bezieht (stoopso-Sa
gebraucht Oed. im Gegensätze zu sudGca), zeigt, dass 7706g = 7706g
7?piv ist; denn nicht das lag dem Oed. am Herzen, zu erfahren, oh
Kreon in froher Stimmung komme, sondern ob er mit einer für die
Thebaner angenehmen Botschaft komme. Wie an diesen Stellen der
Dativ ungezwungen ergänzt werden kann und nicht gesetzt werden
musste, weil er selbstverständlich ist, so ist auch an unserer Stelle
die Beziehung des r t 5iojg auf ipoi ganz natürlich und naheliegend,
erstens wegen des unmittelbar vorausgehenden ipoD und zweitens
darum, weil der Satz „weder mag ich dich auffordern“ den Gedanken
„noch würde ich dich gern zu meiner Gehilfinn haben“ erwarten
lässt.
V. 88.
^ipp'öv iri •pv^fiGiGt y.apölav lyv.g.
Die von Hermann gegebene Erklärung dieser vielbesprochenen
Worte „calidum in rebus horrorem incutientibus cor hahes“, welche
Bonitz (S. 28) nachdrücklich in Schulz genommen und durch Hinweisung
auf den analogen Gebrauch von y.pvog xpvisig xpuspög und
•S’ocÄ7rojpö wesentlich unterstützt hat, findet leider noch immer nicht
die gebührende Anerkennung. Nauck führt (in der vierten Auflage)